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(c) Pester Lloyd / Nr. 39 - 2007 WIRTSCHAFT 26.09.2007 ______________________________________________________________
GLÜCKSSPIEL
Ungarn. Zockerparadies an der Grenze
Ein
gigantisches Casinoprojekt - das “Ungarische Las Vegas” soll das Dreiländereck zum "Goldenen Dreieck" des Ostens machen.
Das
ungarische Finanzministerium teilte mit, daß nach jahrelangem Hin-und-Her ein Vertrag über die Errichtung einer Casinostadt nahe der österreichisch-ungarisch-slowaksichen Grenze unterzeichnet
wurde.
Die 20-Jahre-Konzession (mit einer
Option auf weitere zehn Jahre) umfasst die Errichtung und den Betrieb eines riesigen Casino-Komplexes unter der Marke "Hungarian Las Vegas" als Betreiber fungiert die Frima
"Eurovegas Hungary" (ehemals Venetian Hungary). Als Hauptinnvestoren wird die Großbank Credit Swiss und die Finanzdienstleister Gugenheim Partners
genannt. 20% an der Eurovegas gehören dem Österreicher Hans Asamer, auch das Investementhaus Merryl Lynch ist mit von der Partie.
Eigentlich sollte der Vertrag bereits im Juni unterzeichnet werden.
Bereits seit 2001 geistern Pläne durch die Medien, u.a. war von der Beteiligung von MGM und Coca-Cola, auch von geheimnisvollen Scheichs
die Rede. Die Konzessionsgebühr beträgt nun angeblich 14 Mio. EUR jährlich, eine Summe, die z.B. Casinos Austria von einer Beteiligung an
dem Projekt abgehalten hat, weil man bezweifelte, daß es sich wirtschaftlich überhaupt rechne. Über Details des Vertrages, u.a. die
Zahlung von Investitionsbeihilfen, hüllt sich die ungarische Seite in Schweigen.
Das Projekt entsteht zwischen Bezenye and Hegyeshalom, direkt an der
Grenze zu Österreich und der Autobahn Wien-Budapest gelegen. Der Bürgermeister von Bezenye erklärte, daß Investitionen von mehr als 400
Mio EUR in Hotels, Casinos, Restaurans, Shops, ein Thermalbad und Entertainment erfolgen würden. Andere Quellen sprechen von einer
Investitionssumme von 1 bis zu 3 Mrd. EUR. Bis zu 12.000 Arbeitsplätze sollen entstehen.
PL
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