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(c) Pester Lloyd / Nr. 43 - 2007 WIRTSCHAFT 27.10.2007 ______________________________________________________________
50.000 können ihre Raten nicht zahlen
Der
ungarische Neuwagenmarkt kriselt weiter. Nur Nischen- und Premiumprodukte wachsen unbeeindruckt.
Seit
der Lancierung des Gyurcsányschen Sparprogramms lässt sich auch mit dieser einen Zahl einwandfrei widerlegen, wie wenig die aufoktroyierten Restriktionen den Bürgern weh tun (Originalton
Regierungschef). Die neuesten Schätzungen setzen das Lager jener, die mit ihren Monatsraten nicht mehr hinterherkommen und das geleaste Fahrzeug deshalb an den Finanzier zurückgeben müssen,
bereits auf 50.000 (!)Personen. Das wäre ein Viertel des ungarischen Neuwagenvolumens eines Jahres, aber nur zu den besten Zeiten.
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Auf der anderen Seite stehen knapp 7.000 Kunden, denen das Geld nie
knapp wird. Etwa jeder Dritte unter ihnen gönnte sich einen SUV, also ein geländegängiges Fahrzeug, doch jedes zweite Vehikel war
dermaßen verchromt und glamourös ausgestattet, dass seine Besitzer vermutlich nur eine Show auf den Straßen der Hauptstadt abziehen
wollen. Etwas praktischer mögen die Käufer allradangetriebener Fahrzeuge denken, deren Lager um ein Fünftel anschwoll. Große Vans
und Großlimousinen fanden annähernd 2.000 Abnehmer, den größten Sprung unter allen Kategorien verzeichneten die Sportwagen, von denen
seit Jahresbeginn 780 und damit die Hälfte mehr als vor Jahresfrist angemeldet wurden.
In der Premiumklasse gelang Mercedes die größte Dynamik (+18% auf
1.210 Einheiten), das Audi-Feuerwerk des I. Halbjahres flachte ab (+8% auf 1.390 Einheiten) und BMW machte den Fehlstart ins Jahr
weitgehend wett (-4% bzw. 970 Einheiten). In ihren Marktnischen fühlten sich Dodge (+220%), Saab (+25%), Porsche (+23%) und Mini (+20%) wohl.
Die Prioritäten des ungarischen Käufers schwanken weiterhin enorm,
weshalb sich auch extravagante Angebote wie Ferrari (-75%), smart (-30%), Maserati, Jaguar (jeweils -20%) oder Subaru (-19%) nicht im
Schlaf verkaufen lassen. Und das gilt selbst für den Massenmarkt, in dem 2007 Kia (+44% auf 2.420 Einheiten) als großer Aufsteiger gilt,
wohingegen die Ostmarken Dacia und Lada abgewirtschaftet haben.
Erstaunlicherweise trifft das auch für Skoda und ganz besonders für
Renault zu, die in der Top-10-Tabelle jeweils einen Platz nach hinten rutschten. Gemessen an den Verkaufszahlen bis Ende Juni konnten sich
im Herbst die Marken Chevrolet und vor allem Suzuki fangen: Der Marktführer aus Esztergom setzte zwischen Juli und September mehr Autos als Toyota im gesamten bisherigen Jahresverlauf ab und
egalisierte dadurch einen zur Jahresmitte fabrizierten Rückstand von ca. 2.000 Verkaufseinheiten.
Citroen konnte sich noch einmal in der Spitzengruppe halten, bei einem
Absatzminus der Franzosen von 600 Fahrzeugen war das aber nicht auf dem eigenen Mist gewachsen: Verfolger Fiat fiel um 6% hinter das
Verkaufsergebnis aus 2006 von 4.110 Autos zurück. Honda bleibt derweil in Schwung, liegt um ein gutes Viertel über dem Basiswert und
könnte das Weihnachtsfest im Reigen der Spitzenmarken verbringen.
(c) Pester Lloyd
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