|
(c) Pester Lloyd / Nr. 01-03 - 2008 WIRTSCHAFT 14.01.2008 ______________________________________________________________
Ungarns heisses Gold
Pannonplast
steckt viel Geld und Aufwand in die Erforschung des Potentials der Geothermie
Die Division für erneuerbare Energien des
börsennotierten Unternehmens Pannonplast, Polifin, hat mit der südungarischen Stadt Pécs eine Vereinbarung zur Nutzung der Geothermie für die Erzeugung von Wärme und Elektrizität
abgeschlossen.
Danach wird die Stadt die Erkundungsmaßnahmen des Unternehmens
im Mecsek-Gebirge großzügig unterstützen, dafür erhält die Stadt im Erfolgsfalle einen Anteil von 10% an einem zu gründenden Gemeinschaftsunternehmen. Pannonplast-Vorstand Balázs Bokorovics
teilte mit, dass sein Utnernehmen bereits rund 2 Mio EUR in Machbarkeitsstudien gesteckt habe, um die "reichen Vorkommen" an
Erdwärmekapazitäten nutzen zu können. Ende März sollen konkrete Pläne vorgelegt werden.
Der Manager teilte mit, dass man landesweit rund 20-30 Standorte auf
Nutzbar- und Wirtschaftlichkeit untersuche und Abkommen mit 11 Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen getroffen habe. Ziel ist es
Thermalwasser mit mindestens 85 Grad Celsius in ungefähr 2.000-3.000 Metern Tiefe anzuzapfen und für die Produktion von Wärme und Elektrizität zu nutzen. Pannonplast würde - entsprechende
Erfolgsaussichten vorausgesetzt - bis zu 350 Mio EUR für die Errichtung der Geothermalkraftwerke investieren.
Internationale Studien geben Ungarn Chancen bis zu 6-10% seines
Energiebedarfs langfristig auf diese Weise zu decken. Die EU unterstützt solche Projekte mit zahlreichen Zuschüssen und günstigen Krediten.
(c) Pester Lloyd
IHRE MEINUNG IST GEFRAGT - KOMMENTAR ABGEBEN
|