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(c) Pester Lloyd / Nr. 24 - 2008 WIRTSCHAFT 10.06.2008 ______________________________________________________________
Konsumentenvertrauen in Ungarn erholt sich minimal
Nach einem Allzeittief scheint sich das Vertrauen der Kunden in die ungarische Wirtschaft allmählich wieder zu erholen - eigentlich grundlos.
Sinkende Reallöhne, massive Preissteigerungen bei Energie und
Nahrungsmitteln, höhere Kosten für Arztbesuche, höhere Steuern und Abgaben und dazu noch eine permanente politische Unsicherheit
dominierten die Stimmung in Ungarn der ein bis zwei Jahre. Diese Stimmung spiegelt das Umfrageinstitut GKI mit einem kombinierten
Business-Konsumentenindex, der im April ein Allzeittief von -22,5 erreichte - nicht zuletzt auch wegen der Koalitionskrise.
Im Mai kletterte Index um immerhin 10,9 Prozentpunkte. Als
wirkliche Aufhellung kann dies aber immer noch nicht betrachtet werden, denn die Rahmenbedingungen haben sich nur wenig verbessert. Zwar rechnet man in diesem Jahr mit einem
Wirtschaftswachstum von 4-5%, doch bis sich dieses in steigenden Reallöhnen und damit in höherer Kauffreudigkeit und -fähigkeit
ausdrückt kann es bei 7% Inflation noch dauern. GKI fand heraus, dass die Ungarn in letzter Zeit lieber Rücklagen bilden als das Geld in Umlauf zu bringen.
(c) Pester Lloyd
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