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(c) Pester Lloyd / Nr. 28 - 2008 POLITIK 07.07.2008 ______________________________________________________________
Prozess gegen „Ungarische Garde“ vertagt
Der Verbotsprozess dgegen die rechtsradikale „Ungarischen Garde“ ist
auf den Herbst vertagt worden. Die im Sommer des Vorjahres ins Leben gerufene Organisation dient laut Anklage nicht den bei ihrer Gründung angegebenen Tätigkeiten.
Folglich sollte sie aufgelöst werden. In der Gründungsurkunde war von Traditionspflege und gemeinnützigen Aktivitäten die Rede.
Demgegenüber erstreckte sich das Erscheinungsbild des Vereins
bislang auf uniformierte Aufmärsche ihrer Mitglieder in Dörfern, wo es zu Spannungen zwischen der Roma-Bevölkerung und Nicht-Roma
kam. Gardemitglieder tragen Insignien und Uniformen, die jenen der Pfeilkreuzler, der ungarischen Nazi der 1940er Jahre, ähneln. Dem
Verbotsantrag hat sich mittlerweile auch der Verband Jüdischen Glaubensgemeinschaften angeschlossen.
Orbán Kolompár, Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Roma,
protestierte gegen die Vertagung der Verhandlung. Die stets wachsenden Spannungen könnten eine Lage heraufbeschwören, in der die Selbstverwaltung für das Verhalten der provozierten Roma keine
Verantwortung mehr übernehmen könne, sagte Kolompár.
(c) Pester Lloyd
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