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Ausgabe 18 / 2009
29. April - 5. Mai

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(c) Pester Lloyd / Nr. 39 - 2008 WIRTSCHAFT 20.09.2008
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Zentralbankchef: Den Kapitalismus lieben lernen

Eine deftige Abreibung erhielt die Regierung wie das ungarische Volk von ihrem Nationalbankpräsidenten András Simor. Der ehemalige Chef der Budapester Börse nannte auf einer Werbe- und Marketingkonferenz vergangene Woche in Budapest die nationale Wirtschaftspolitik einen völligen Blindflug.

Wörtlich sagte er: “Unsere Wirtschaftsordnung ist der Kapitalismus. Das sollten die ungarischen Bürger endlich akzeptieren." Doch die Menschen hätten an den Staat noch Erwartungen wie im Sozialismus. "Es scheint, dass wir den Sozialismus nicht genug ablehnen - doch es ist sicher, dass wir den Kapitalismus nicht genug lieben. Wir wollen irgendwo zwischen beidem balancieren, aber wir sollten langsam verstehen, dass das nicht funktioniert."

Simor schloss in seine Kritik die fehlenden langfristigen Perspektiven der politischen und wirtschaftlichen Eliten ein. "Es wäre großartig, wenn sie sich nicht für kurzfristige finanzielle Vorteile verkaufen würden oder langfristige Notwendigkeiten für die Maximierung von Umfragewerten opferten." Ungarn könne eine Menge Zeit sparen, wenn es die Einsicht in Notwendigkeiten aufbrächte, die ohnehin irgendwann über das Land kommen werden. Zudem mahnte er eine schnelle Verabschiedung des Budgets an.

(c) Pester Lloyd
 

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