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(c) Pester Lloyd / Nr. 43 - 2008 WIRTSCHAFT 24.10.2008 _______________________________________________________
Wirtschaftswachstum
Deutschland zieht Ungarn nach unten
Nachdem verschiedene Wahrsager sich bereits an einer Prognose für das
Wirtschaftswachstum Ungarns versucht hatten, legt sich nun auch die Regierung auf konkrete Zahlen fest. Danach dürfte das BIP 2009 nur noch um
1,2% steigen, geplant und erhofft hatte man 3%, schliesslich sollte 2009 das Jahr der Wiedergeburt nach den einschneidenden Reformen der unglücklichen Regierung Gyurcsány werden.
Doch sind es in erster Linie nicht so sehr die Binnenfaktoren oder die
derzeitige Finanzkrise, die das Wachstum absenken, sondern die Stagnation in Deutschland. Das rechnet nämlich mit nur noch 0,2% Wachstum, und bremst
als wichtigster Handelspartner und einer der wichtigsten Investoren Ungarn automatisch mit ein.
Immerhin wird sich auch die Inflation von 4,3% auf 3,35 abschwächen und das
Defizitziel für den Staatshaushalt wurde auch von 3,4% auf 2,9% redigiert, was bedeutet, dass man die sterngen Maastricht-Kriterien nach langer Zeit einmal
wieder einhalten würde. Für dieses Jahr wird noch ein Wachstum von rund 2% anvisiert. Regierung und Arbeitgeber empfeheln aufgrund dieser Aussichten
einen maximalen Lohn- und Gehaltsanstieg von 4-5% für den Beginn nächsten Jahres, was einen Realkommensverlust bedeuten würde.
(c) Pester Lloyd
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