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(c) Pester Lloyd / Nr. 49 - 2008 WIRTSCHAFT 06.12.2008
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15 Mio EUR aus eigener Firma gezogen
Gerüchte hört man viele und die meisten wissen, wie es um die Redlichkeit
(nicht nur) im ungarischen Bauwesen, aber auch hinsichtlich der (fehlenden) Loyalität von leitenden Mitarbeitern bestellt ist. Allzu selten jedoch werden
Fälle konkret bekannt gemacht. Oft aus Rücksicht auf den guten Namen der geschädigten Firma oder auch einfach aus Angst vor juristischen Weiterungen
oder dem Einfluss auf den Börsenkurs. Portugals größter Baukonzern, Mota-Engli, jedenfalls ließ nun aber einmal einen besonders dreisten Betrugsfall im eigenen Unternehmen bekannt werden.
Am Donnerstag vergangener Woche wurde auf der Seite der portugiesischen
Wertpapieraufsicht eine ad hoc-Meldung veröffentlicht, dass man bei der ungarischen Tochter "falsche Abrechnungen entdeckt" habe. Der Schaden soll
sich auf sage und schreibe 15 Mio. EUR belaufen. Nun wird überprüft, was unter der Verantwortung des umgehend gefeuerten Direktor noch alles
anhängig sein könnte. Wie es bisher aussieht hat der Mann "sein" Unternehmen systematisch ausgeplündert. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft
weitergereicht und das gesamte Management entlassen. Das Engagement in Ungarn stehe nun auf dem Prüfstand.
(c) Pester Lloyd
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