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Ausgabe 18 / 2009
29. April - 5. Mai

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(c) Pester Lloyd / Nr. 49 - 2008 WIRTSCHAFT 01.12.2008
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Österreicher mitschuldig an Krise im Osten

Was ein Blick in die Nachrichten und der gesunde Menschenverstand längst vermittelt hat, haben nun auch die Wirtschafsexperten herausgefunden: Wir haben eine Krise.

Das Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) erwartet für 2009 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent in den zehn "neuen" EU-Mitgliedsstaaten. 2007 waren es noch 6,3 Prozent. Vor allem in Ungarn, der Ukraine (nicht in der EU, aber für die Investoren enorm wichtig), in Estland oder Lettland wird die Rezession am stärksten spürbar sein.

Für 2010 erwartet das WIIW hingegen wieder ein „optimistisches Szenario“, auch wenn fast alle Indikatoren dagegen spreche. Immerhin soll es eine Erholung des Durchschnittswachstums auf 3,5 Prozent in den EU-Staaten in CEE/SEE geben. Allerdings hat Institutsdirektor Michael Landesmann „keinen Anhaltspunkt zu glauben, dass es schon Mitte 2009 mit der Weltwirtschaft bergauf gehen werde“, worauf unklar blieb, was ihn zu der Prognose für 2010 veranlasste. "Die Talfahrt könne ebenso gut länger andauern", gesteht er und: "prinzipiell werde die Region noch vier bis fünf Jahre an der Krise nagen" zitiert ihn "Die Presse".

Besonders hart trifft es beim Nachfragerückgang aus Westeuropa die Automobilindustrie in der Slowakei und Ungarn, die dort bis zu 20 Prozent aller Exporte ausmacht. Einen Teil des Problems sieht man aber auch auf Seiten österreichsicher Akteure. Zwar hätten sich die Länder nicht an den faulen Krediten vergriffen, die den Ursprung der Finanzkrise darstellen, (was auch nur zum Teil stimmt). Doch das Wachstumsmodell "mit billiger externer Finanzierung" sei überholt. Will heißen, viele österreichische Unternehmer sind nicht organisch aus Eigenmitteln oder zumindest mit Hilfe der heimischen Hausbanken zu inländischen Konditionen gewachsen, sondern haben sich in den wackeligen Finanzmarkt mit Fremdwährungskrediten begeben und dem Risiko der Ostwährungen ausgesetzt. Damit habe man die gigantischen Leistungsbilanzdefizite der Länder teilweise mitverschuldet.

 

(c) Pester Lloyd

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