Gegründet 1854

Nachrichten aus Budapest und Ungarn

kontakt suche
e-paper
abo

Informationen aus Ungarn und Osteuropa - Abonnieren Sie einen Informationsvorsprung - Abonnieren Sie den Pester Lloyd! HIER

Ausgabe 18 / 2009
29. April - 5. Mai

POLITIK
WIRTSCHAFT
FEUILLETON
BUDAPEST
OSTEUROPA
WIEN
PRINTABO
e-paper
ANZEIGEN
Anzeigen
online
Bücher
PL-Chronik

über uns 

english 

magyar

gästebuch
chat

IMPRESSUM

 impressum

 

(c) Pester Lloyd / Nr. 01 - 2009 POLITIK 04.01.2009
_______________________________________________________

 

Gasstreit Ukraine - Russland

Ungarn erhält ein Viertel weniger Gas

Reserven reichen aber für mehrere Wochen

Das ungarische Unternehmen Eural Trans Gas, dass auf die Kontrolle des Pipelinesystems und technische Betreuung der Gaslieferungen aus der Ukraine spezialisiert ist, meldet seit dem Samstagmorgen massive Liefereinschränkungen. Die Firma informierte, laut Interfax, die Europäische Kommission über einen Rückgang um rund 10 Mio Kubikmeter, was ungefähr 26% unter den vereinbarten 42 Mio. cbm liegt. Russland hat mit 1.1. die Gaslieferungen an die Ukraine gestoppt, erklärt aber, die Lieferungen nach Zentral- und Westeuropa weiter vertragsgemäß vorzunehmen. Ob der Lieferengpass technische Ursachen aufgrund der russischen Maßnahmen hat oder auf ein Apzapfen seitens der Ukraine zurückzuführen ist, war zur Stunde nicht bekannt.

Bereits am 2.1. reduzierten sich die Lieferungen, laut Angaben des ungarischen Energieministers Csaba Molnár um rund 10-15%. Ungarn warf daraufhin der Ukraine einen Bruch der Durchleitungsvereinbarungen vor. Ungarn hat bei den derzeitigen Minusgraden einen täglichen Bedarf von rund 66 Mio cbm Gas, informierte der Konzern E.ON. Das Land verfügt über Reserven von ca. 3,6 Mrd. cbm, kann also einige Wochen mit reduzierten Lieferungen auskommen. "Derzeit gibt es keinerlei Einschränkungen für die Abnehmer, es ist aber denkbar, dass sich die Situation verschärfen könnte." versuchte der Minister gleichzeitig zu beruhigen und zu warnen. Eine Regierungskommission soll die Situation beobachten und gegebenenfalls entsprechende Schritte zur Sicherung der Versorgung vornehmen.

Auch Rumänien, Bulgarien und die baltischen Länder sind von reduzierten Gaslieferungen betroffen.

 

(c) Pester Lloyd

IHRE MEINUNG IST GEFRAGT - KOMMENTAR ABGEBEN