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(c) Pester Lloyd / Nr. 01 - 2009 POLITIK 04.01.2009 _______________________________________________________
Gasstreit Ukraine - Russland
Ungarn erhält ein Viertel weniger Gas
Reserven reichen aber für mehrere Wochen
Das ungarische Unternehmen Eural Trans Gas, dass auf die Kontrolle des
Pipelinesystems und technische Betreuung der Gaslieferungen aus der Ukraine spezialisiert ist, meldet seit dem Samstagmorgen massive
Liefereinschränkungen. Die Firma informierte, laut Interfax, die Europäische Kommission über einen Rückgang um rund 10 Mio Kubikmeter, was ungefähr
26% unter den vereinbarten 42 Mio. cbm liegt. Russland hat mit 1.1. die Gaslieferungen an die Ukraine gestoppt, erklärt aber, die Lieferungen nach
Zentral- und Westeuropa weiter vertragsgemäß vorzunehmen. Ob der Lieferengpass technische Ursachen aufgrund der russischen Maßnahmen hat
oder auf ein Apzapfen seitens der Ukraine zurückzuführen ist, war zur Stunde nicht bekannt.
Bereits am 2.1. reduzierten sich die Lieferungen, laut
Angaben des ungarischen Energieministers Csaba Molnár um rund 10-15%. Ungarn warf daraufhin der Ukraine einen Bruch der Durchleitungsvereinbarungen vor. Ungarn hat bei den
derzeitigen Minusgraden einen täglichen Bedarf von rund 66 Mio cbm Gas, informierte der Konzern E.ON. Das Land verfügt über Reserven von ca. 3,6 Mrd. cbm, kann also einige Wochen mit
reduzierten Lieferungen auskommen. "Derzeit gibt es keinerlei Einschränkungen für die Abnehmer, es ist aber denkbar, dass sich die Situation
verschärfen könnte." versuchte der Minister gleichzeitig zu beruhigen und zu warnen. Eine Regierungskommission soll die Situation beobachten und
gegebenenfalls entsprechende Schritte zur Sicherung der Versorgung vornehmen.
Auch Rumänien, Bulgarien und die baltischen Länder sind von reduzierten
Gaslieferungen betroffen.
(c) Pester Lloyd
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