Gegründet 1854

Nachrichten aus Budapest und Ungarn

kontakt suche
e-paper
abo

Informationen aus Ungarn und Osteuropa - Abonnieren Sie einen Informationsvorsprung - Abonnieren Sie den Pester Lloyd! HIER

Ausgabe 18 / 2009
29. April - 5. Mai

POLITIK
WIRTSCHAFT
FEUILLETON
BUDAPEST
OSTEUROPA
WIEN
PRINTABO
e-paper
ANZEIGEN
Anzeigen
online
Bücher
PL-Chronik

über uns 

english 

magyar

gästebuch
chat

IMPRESSUM

 impressum

 

(c) Pester Lloyd / Nr. 01 - 2009 WIRTSCHAFT 10.01.2009
_______________________________________________________

 

Ungarisches Gasunternehmen klagt Ukraine

Emfesz, Ungarns zweitgrößter Erdgasimporteur verklagt das ukrainische Staatsunternehmen Naftogaz auf Schadensersatz

Emfesz hat Ende vergangener Woche über eine Wiener Rechtsanwaltskanzlei Klage auf Schadensersatz für die wegen der Lieferausfälle enstandenen Umsatzeinbußen, beim EU-Gericht in Luxemburg gegen die Firma Naftogaz eingereicht, meldet das Portal EUObserver. Emfesz ist damit das erste Unternehmen der 27 EU-Staaten, dass sich auf juristischem Wege mit den Ukrainern anlegt, was eine Lawine von Klagen lostreten dürfte. Gleichzeitig wurde auch an einem Budapester Gericht geklagt.

Die Rechtslage stellt sich für die ungarische Seite so dar: der ungarische Importeur Emfesz hat einen Liefervertrag mit der in der Schweiz ansässigen, dubiosen Vermittlungsfirma RosUkrEnergo. Dieses Unternehmen gehört zur Hälfte Gazprom, zur anderen Hälfte ukrainischen Unternehmern und kauft das Erdgas bei Gazprom an, um es dann über die Leitungen und Lager der Naftogaz an die Kunden im Westen zu liefern. Dafür erhalten die Ukrainer Durchleitungsgebühren (die ein wesentlicher Streitpunkt, wenn nicht der Auslöser der aktuellen Krise waren.) Naftogaz hat diese Weiterleitung verhindert.

Emfesz versorgt etwa 20% des ungarischen Gasmarktes und rund 100.000 Haushalte mit Heizenergie. Eine Schadenssumme kann bis zur Wiederaufnahme der vollständigen Lieferungen noch nicht genannt werden.

 

(c) Pester Lloyd

IHRE MEINUNG IST GEFRAGT - KOMMENTAR ABGEBEN