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Ausgabe 18 / 2009
29. April - 5. Mai

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(c) Pester Lloyd / Nr. 01 - 2009 WIRTSCHAFT 10.01.2009
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Forint weiter in akuter Gefahr

Finanzexperten rechnen mit einer erneuten Berg- und Talfahrt des Forint in diesem Jahr, "möglicherweise schon für die nächsten Wochen". Sogar ein neues historisches Tief könnte erreicht werden.

Der Grund liege nicht mal mehr so sehr in den düsteren makroökonomischen Aussichten, die von den letzten Außenhandelszahlen bestätigt worden seien, sondern darin, dass sich wiederum Spekulanten an der ungarischen Währung zu schaffen machen könnten. Da aber andere Anleger aufgrund der letzten Erfahrungen zur Absicherung Verkauflimits, sogenannte Stop-loss-Levels, eingeführt haben, könnte ein momentaner Einbruch des Forint zu einer Kettenreaktion und automatischen Verkäufen führen. Auch die Äußerung von Zentralbankchef András Simor, man könne aufgrund der derzeitigen Prognosen das Inflationsziel auch mit einem Kurs von unter 266 EUR/HUF erreichen, sei ein Hinweis darauf, dass ein weiterer Kursverfall keinen automatischen Zinsschritt nach sich ziehe, auch wenn man für 19. Januar eine Absenkung um 50-75 Basispunkte auf knapp unter 10% erwarte.

"Die Liquidität auf dem Forintmarkt ist derzeit gering und das globale Umfeld auch nicht günstig. Daraus ergibt sich eine höhere Schwankungsbreite der Währung", schätzt ein Budapester Commerzbank-Analyst die Lage gegenüber dem Magazin Portfolio ein. Aus seiner Sicht könnte in 2-3 Wochen eine neue Achterbahnfahrt beginnen. Eine Schlüsselmarke könnte dabei der Kurs von 280 sein, analysiert Zsolt Kondrát von der MKB Bank. Alle befragten Analysten waren sich einig, dass ein neues Rekordtief des Forint bevorsteht.

Seit dem D-Day der Finanzkrise, der Pleite von Lehman Brothers, verloren osteuropäische Währungen massiv. Am stärksten der polnische Zloty (PLN) mit -21% zum Euro. Der Forint verlor 17%, der rumänische Leu 15, die tschechische Krone 11. Der Leu erreichte Ende vergangener Woche ein 5-Jahres-Tief, Spekulationen machten die Runde, das Land könne sich, wie zuvor schon Ungarn, an den IWF wegen finanzieller Hilfe wenden.

 

 

(c) Pester Lloyd

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