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(c) Pester Lloyd / Nr. 04 - 2009 WIRTSCHAFT 19.01.2009
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Zentralbank senkte Leitzins auf 9,5%
Die ungarische Zentralbank reduzierte auf ihrem regulären Meeting am Montag
den Leitzins um 50 Basispunkte auf 9,5% und blieb damit im Rahmen der Erwartungen. Damit korrigert man nun schrittweise die Hau-Ruck-Intervention
vom 22. Oktober als man sich mit einem 3-Prozentpunkt-Schritt gegen einen Angriff von Spekulanten auf die nationale Währung Forint wehren musste.
Auch jetzt befindet sich die Zentralbank in einer dauernden Zwickmühle.
Einerseits will sie die ohnehin zähflüssige Kreditvergabe nicht zu stark verteuern, um der Wirtschaft Investitionskapital über die Banken zuzuführen,
andererseits sorgen niedrige Zinsen für wenig attraktive Einlagerenditen und könnten wiederum einige internationale Finanzzocker zu Spielchen einladen.
Experten geben dem Zinssatz aber durchaus noch Spielraum nach unten, auch
wenn der Forint jetzt fast täglich an neuen Rekordtiefs kratzt, mittelfristig richtet man sich ohnehin auf eine längst fällige Abwertung des HUF ein. Zudem
gibt die Teuerung (zwangsweise) positive Zeichen. Die Zentralbank schätzt, dass 2009 die ungarische Wirtschaft um 1,7% schrumpfen wird.
(c) Pester Lloyd
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