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(c) Pester Lloyd / 07 - 2009 WIRTSCHAFT 10.02.2009
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Vorbild Indien: Mikrokredite bald auch in Ungarn
Nach Angaben ungarischer Wirtschaftsexperten wie Péter Felcsúti, András Polgár
and András Újlaky wird auch in Ungarn an einem Programm mit Mikrokrediten als Hilfe zur Selbsthilfe für sozial und finanziell Schwache gearbeitet. Menschen
also, die vom standardisierten Finanzmarkt mehr oder weniger ausgeschlossen worden sind.
So berichtet die ungarische Tageszeitung Népszabadság, dass das Hilfsprojekt
bereits in der zweiten Hälfte 2009 beginnen soll. Relevant erscheint dies angesichts der Tatsache, dass allein in Budapest schätzungsweise 30.000 bis
50.000 Obdachlose leben und auch alle vorherigen staatlichen Hilfsmaßnahmen in Höhe von 120 Milliarden Forint bisher keine Früchte bei der langfristigen Armutsbekämpfung trugen.
Auf dem erfolgreichen Modell des Mikrofinanzinstituts der Bangladescher
Grameen Bank basierend, wird angedacht eins bis drei Milliarden Forint (bis rund 10 Millionen Euro) in Kredite zur Bildung von Kleinstunternehmen zu investieren.
Dies soll helfen, sowohl die Armut als auch die Arbeitslosigkeit besonders der ungarischen Minderheit der Roma zu bekämpfen.
Péter Felcsuti, Vorstandsvorsitzender der Budapester Raiffeisen Bank, sieht
momentan die größten Hindernisse für die erfolgreiche Umsetzung des ‚Minikreditkonzepts’ in der schwerfälligen Bürokratie Ungarns sowie im
ungarischen Wohlfahrtsstaat. Das Konzept Anleihe mit ‘Kleinkrediten’ soll der ärmeren Bevölkerung einen Anreiz geben, ein eigenes Unternehmen zu gründen,
statt von Sozialhilfe abhängig zu sein.
Erst als kreditunwürdig aussoritert - jetzt umworben?
Kredite für Kreditunwürdige
(c) Pester Lloyd
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