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Ausgabe 18 / 2009
29. April - 5. Mai

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(c) Pester Lloyd / 09 - 2009 NACHRICHTEN 27.02.2009
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19% der Ungarn finden "Ungarische Garde" akzeptabel

Eine Umfrage des Budapester Medián Institutes im Auftrag des Wochenmagazins HVG ergab, dass sich die rechtsextreme Partei Jobbik über eine deutlich gestiegene Unterstützung beim Wahlvolk freuen kann. Mittlerweile würden 2%-4% der Ungarn eine Partei wählen, die offen rassistisch auftritt und ideologisch auch die neofaschistischen Aufmärsche und Drohungen der "Ungarischen Garde" unterstützt. Das mag an sich nicht viel klingen, doch lag die Unterstützung solcher Gruppen in ähnlichen Umfragen bisher nie deutlich über 1%, sagt Medián. Beeindruckender ist das schon die Zahl derjenigen, welche die Ideen der "Ungarischen Garde" grundsätzlich teilen. Sie stieg von 11 auf 19%, in etwas das gleiche Wählerpotential, dass auch die FPÖ in Österreich bedient.

Die Forscher erklären den Erfolg u.a. mit einer indirekten Unterstützung vor allem der ungarischen Medien, vor allem der Lokalpresse, welche die "Romakriminalität" immer mehr thematisiert hat. Dies hat zwar die Abneigung gegen die größte ethnische Minderheit nicht verstärkt, da diese ohnehin schon Spitzenwerte erreichte, mittlerweile aber, so die Meinungsforscher, ist es gesellschaftlich akzeptiert, seine Meinung über die Roma auch offener zu äußern.

Auch dem nationalkonservativen Fidesz, Ungarns größter Oppositionspartei, die in Umfragen mehr als deutlich die Gunst der Wähler anführt (42:19 zur MSZP), wird in diesem Zusammenhang Trittbrettfahrerei vorgeworfen. Der von der Partei häufiger verbreitete Hinweis auf die "ansteigende Zahl von Taten, die durch Roma verübt werden", verbunden mit widerkehrenden Forderungen nach Aufrüstung der Polizei, bliesen letztlich ins gleiche Horn wie die Rechte.

 

(c) Pester Lloyd

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