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(c) Pester Lloyd / 09 - 2009 WIRTSCHAFT 23.02.2009
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Ungarn startet Kampagne gegen Gen-Mais
Staatspräsident László Sólyom hat sich an
verschiedene europäische Staatschefs gewandt, um Unterstützung für den Stopp der Produktion und Verbreitung von genmanipuliertem Mais zu bekommen. Ungarn ist nicht mit der Entscheidung
der Europäischen Kommission, das Verbot bestimmter genmanipulierter Produkte aufzuheben, einverstanden. Hier zieht es mit Österreich einmal an einem Strang. Konkret geht es um den
insektenresistenten Mais Mon810. In Ungarn ist er im Zuge einer Erweiterung des Verbots für genmanipulierte Lebensmittel im Januar verboten worden, die EU hat ihn nun zugelassen. Sólyom
argumentiert, dass Ungarn das Recht habe, selbst zu entscheiden, ob genmanipulierte Produkte zugelassen werden, da sie keine gewöhnliche Handelsware sind, sondern der Umwelt schaden
können. Die EU-Umweltminister werden das Thema voraussichtlich am 2. März behandeln. Vertreter ungarischer und internationaler Umweltschutzgruppen
werden die Botschaften von EU-Staaten in Budapest besuchen und um Unterstützung für Ungarns Anliegen bitten. Laut Sólyom stehen alle Parteien und NGOs im Land hinter dem Verbot.
(c) Pester Lloyd
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