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Ausgabe 18 / 2009
29. April - 5. Mai

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(c) Pester Lloyd / 09 - 2009 POLITIK 23.02.2009
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Dunkle Parteifinanzierung in Ungarn

Global Integrity hat das Ausmaß an Korruption in Ungarn als mittelmäßig charakterisiert, obgleich viele das Land darin für Spitze halten.

Laut dem dieser Tage veröffentlichten Bericht ist die Lage in Ungarn vor allem im Bereich der Justiz besorgniserregend. Die Unvereinbarkeit von Amt mit anderen Tätigkeiten bei den Richtern sei nicht entsprechend geregelt. Ebenfalls sei bedenklich, dass die Vermögenserklärungen von Richtern nicht veröffentlicht werden.

Das Fehlen einer Regelung über Bezüge von und Geschenke für die Parlamentsabgeordneten und die öffentlich Bediensteten wird ebenfalls kritisiert, wie ganz allgemein der Umstand, dass Geld unreguliert und unkontrolliert den politischen Parteien zugute kommen kann. Diesbezüglich ist Ungarn jedoch kein Einzelfall. Als Beispiel wird angeführt, dass für die Zuweisung finanzieller Mittel Stiftungen als Vermittler benutzt werden, da diese von bestehenden Regelungen nicht betroffen sind. Die Lage bei den ungarischen Medien wird, was die Korruption betrifft, ebenfalls als mittelmäßig beschrieben. Zusätzliche Sorgen bereite die recht verbreitete sogenannte „Schere im Kopf“ der Journalisten.

Global Integrity fand auf der anderen Seite heraus, dass die Ämter der Ombudsmänner in Ungarn eine starke Position ausübten und auch Zivilorganisationen recht aktiv im Kampf gegen die Korruption engagiert seien.

In einem Bericht über ungarische Korruptionsfälle wird der – keineswegs neue – Verdacht geäußert, dass die kostspieligen Autobahnbau-Projekte auch zur illegalen Parteienfinanzierung beitrügen. Als jüngstes Beispiel gilt die Köröshegy-Brücke im Bereich der A7 entlang des Balaton. Diese Strecke der Südautobahn bis zur kroatischen Grenze kostete 76 Mrd. Ft. Nach Vollendung des umstrittenen Baus stellte der Staatliche Rechnungshof fest, dass die Errichtung der Brücke mit diesen Kosten nicht zu rechtfertigen sei. Allgemein wird angenommen, dass die Bauunternehmen, die die Aufträge erhalten hatten, einen gewissen Prozentsatz des überdurchschnittlich hoch angesetzten Preises der jeweiligen Regierungspartei zukommen ließen. Als Korruption können nach Einschätzung der Zivilorganisation auch andere weit verbreitete Handlungen betrachtet werden, wie etwa Betrügereien beim Parken, beim Steuerzahlen oder bei der Verteilung von EU-Gelder. Die Liste ist lang.

Eine Hand wäscht die andere
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Der „Zuschlag-Faktor“
Ungeregelte Parteienfinanzierung als Brutstätte der Korruption in Ungarn

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Bulgarien und Rumänien stehen auf der Kippe

"Gefühlte Korruption" höher als vor der Wende

 

(c) Pester Lloyd

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