Gegründet 1854

Nachrichten aus Budapest und Ungarn

kontakt suche
e-paper
abo

Informationen aus Ungarn und Osteuropa - Abonnieren Sie einen Informationsvorsprung - Abonnieren Sie den Pester Lloyd! HIER

Ausgabe 18 / 2009
29. April - 5. Mai

POLITIK
WIRTSCHAFT
FEUILLETON
BUDAPEST
OSTEUROPA
WIEN
PRINTABO
e-paper
ANZEIGEN
Anzeigen
online
Bücher
PL-Chronik

über uns 

english 

magyar

gästebuch
chat

IMPRESSUM

 impressum

 

(c) Pester Lloyd / 09 - 2009 WIRTSCHAFT 24.02.2009
_______________________________________________________

 

Zentralbank in der Klemme

Zinsen in Ungarn unverändert

Die Zentralbanken Ungarns, Tschechiens und Polens haben erstmals gemeinsame Abwehrmaßnahmen gegen den Verfall ihrer Währungen vorgenommen. In einer gleichlautenden Erklärung aller drei Nationalbanken wurden diese Maßnahmen (u.a. konzertierte Euroverkäufe) verkündet, was den Forint sogleich um 4% steigen liess. Er notierte am heutigen Dienstagmorgen seit langem einmal wieder unter 300 (297), was nach übereinstimmender Einschätzung der Profis abe rnicht lange Bestand haben wird.

Derweil beließ die Zentralbank den Leitzinssatz unverändert bei 9,5%. Für den Forint wäre eine Anhebung zwar theoretisch günstiger, ein noch höherer Zinssatz als der ohnehin derzeit weit über dem europäischen Schnitt liegende ist im momentan Konjunkturumfeld aber undenkbar. Kredite, die ohnehin nur sehr zäh vergeben werden, wären unbezahlbar teuer, rechnet man die hohen Risikoaufschläge der Banken, die Inflation und weiteres hinzu.

Die ungarische Zentralbank sitzt daher ständig zwischen zwei Stühlen. Natürlich ist sie gehalten die Zinsen so kapitalmarktfreundlich wie nötig zu gestalten, um einen letzten Rest an Konjunktur nicht vollends abzuwürgen, andererseits könnte sie für jeden Zinsschritt mit einem weiteren Einbruch des Forint bestraft werden.

 

(c) Pester Lloyd

IHRE MEINUNG IST GEFRAGT - KOMMENTAR ABGEBEN