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(c) Pester Lloyd / 11 - 2009
FEUILLETON 11.03.2009
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Er träumte deutsch - mit ungarischen Untertiteln
Georg Kövary 1922 - 2009
Georg Kövary alias Eric Corda wurde am 21. Februar 1922 in Budapest -
wahrscheinlich schon zweisprachig - geboren, hat in Berlin die Volksschule besucht, in Deutschland und Ungarn gelebt, geliebt, geschrieben und ist 1956 unwiederbringlich nach Wien abgehauen.
Davor und danach hat er, hier wie dort, nach eigener Aussage, hauptsächlich in
Kaffeehäusern herumgesessen, die nach eigenem Eingeständnis schon immer ein essentieller Teil seines Lebens waren, sein zweites Zuhause - obwohl er schon als
Dreikäsehoch zum ersten Mal von einem renommierten Kaffeehaus mit Lokalverbot belegt wurde. In diesen letzten Refugien der k.u.k.-Zeit hat Kövary
viele seiner Werke geschrieben, viele bekannte oder durch ihn bekannt gewordene Persönlichkeiten getroffen sowie über Gott, die Welt und über sich schreibend nachgedacht.
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Seine biographischen Notizen, die ihm durch den Pester Lloyd als
Kaffeehaus-Geschichten in Buchform zum Geschenk zum 80. gemacht wurden (und das leider schon vergriffen ist), sind eine Art Melange eines auf wunderbare
Weise aufregenden Lebens, um das ihn so mancher beneiden dürfte. Er war Dichter, Journalist, Kinderbuch-, Hörspiel-, Drehbuchautor, Musicallibrettist und
Feuilletonist, Romancier, Filmdramaturg und Theaterstückeschreiber, Übersetzer, Kabarett-Texte-Verfasser, Conférencier, Kinonarr, Jazzfan,
Hobbyschauspieler, Theater- und Konzertmanager, Musikliebhaber... - und unser Autor.
Erinnern sollte man auch an den "Literaischen Selbstmordversuch", den er mit
seinem Bestseller "Ein Ungar kommt selten allein" in gekonnt satirischer Weise an seinem Volk und an sich selbst verübte. Er hatte ihn lachend überlebt, denn ein
Überlebenskünstler war der Künstler Kövary sowieso. Sein Humor war ansteckend und unverwüstlich wie er selbst, bis fast zuletzt.
Als er uns einmal in der Budapester Redaktion besuchte, fragten wir unseren
zweisprachigen Autor beim heiteren Abschiednehmen, "Sag mal, Georg, träumst du eigentlich immer noch Deutsch?", da meinte er: "Ja, aber mit ungarischen
Untertiteln". Einen besseren Titel konnte er seinem Buch und seinem Leben wahrlich nicht schenken...
Wie erst heute bekannt wurde, starb Georg Kövary bereits am 7. März nach
langer, schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren.
G.B.S.
„In Frieden zu ruhen, paßt nicht zu Dir...”
Persönliche Erinnerungen an Marika Rökk Von Georg Kövary
Sie war ein typisch ungarisches Temperamentbündel. Ein
Sprechtalent, das ein Leben lang aufpaßte, ihren magyarischen Akzent nicht zu verlieren. Eine seltene Allroundbegabung...
ZUM BEITRAG
Verbotenes Kino
Ungarische Filme in Wien Von Georg Kövary
Als Wien und ich einander im Jahre 1956 näher kennenlernen
durften, sah in meiner Umgebung das für mich schönste Naturambiente, die Kinolandschaft folgendermaßen aus: es gab mehr als 100 Lichtspieltheater...
ZUM BEITRAG
(c) Pester Lloyd
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