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(c) Pester Lloyd / 12 - 2009 WIRTSCHAFT 15.03.2009
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Berg- und Talfahrt bei Börse und Währung

Dass die ungarische Börse noch nie ein wirklicher Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes war, ist bekannt und auch gut so. Doch gewisse Stimmungen gibt der BUX durchaus wieder. Sowohl als er jahrelang aufwärts gerichtet war, als auch bei seinem rapiden Absturz in den letzten vier Monaten. In dieser Woche nun legte er ein eindeutiges Hin- und Her aufs Parkett und illustriert damit die weitgehende Orientierungslosigkeit des Landes und seiner wirtschaftlichen wie politischen Akteure.

Am Donnerstag brach der Leitindex BUX - einmal mehr - um 2,8% ein und erreichte im Handelsverlauf ein 5-Jahres-Tief, leicht korrigiert schloss er dann bei etwas über 9.600 Punkten. Wie meist, waren es die Schwergewichte OTP, MOL, Magyar Telekom und Richter, die hauptsächlich aufgrund bevorstehender Abstufungen der Schweizer UBS-Bank, verkauft wurden. Wobei man sich fragen muss, was die Äußerungen einer Bank wert sind, die selbst Abermilliarden durch riskante Finanzjonglagen vernichtet hat. Die vier Big Players machten schließlich über 99% des Tagesumsatzes unter sich aus. Die großen Kursausschläge der letzten Monate werden immer mehr auch damit begründet, dass aufgrund der geringer werdenden Umsätze selbst mittlere Verkäufe große Ausschläge verursachen. Was er an einem Tag verlor, machte der Index am nächsten wieder gut. Freitag zog der BUX um 2,8% an.

Forint erholte sich deutlich

Die Ankündigung der ungarischen Nationalbank 2,4 Mrd. EUR aus den aus EU-Fonds bereitgestellten Geldern für Stützungskäufe des Forint einzusetzen, brachten die ungarische Währung vergangene Woche spürbar auf Trab. Von 309 zum EUR am Wochenanfang schloss der Forint bei knapp 295 am Freitag. Gespannt darf man sein, wie der Markt auf die wohlweißlich erst am Freitagnachmittag kolportierte Meldung reagiert, wonach man eine weitere 2 Mrd. EUR Tranche des IWF-Kredites abzurufen gedenkt, die Stützungsaktion also praktisch über einen Kredit refinanziert. Die anderen Indikatoren, der 2,5%ige Rückgang des BIP binnen eines Quartals und das Anwachsen des Außenhandelsdefizits sprechen weiter gegen den Forint.

 

(c) Pester Lloyd

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