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(c) Pester Lloyd / 13 - 2009 WIRTSCHAFT 24.03.2009
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Scherbenhaufen

Pécs trennt sich von Zsolnay Porzellan

Die Pécser Stadtverwaltung hat entschieden, sich von ihrem 49%igen Anteil an der traditionsreichen Porzellanmanufaktur Zsolnay zu trennen. Dies bestätigte der amtierende Bürgermeister der Stadt Bertalan Tóth.

Man sei in Verhandlungen mit Interessenten, der eine ist die Pécsi Direkt, ein regionaler Verlag und Beteiligungsgesellschaft sowie einer auf Malta registrierten Investorengruppe unter dem Namen Teclima. Die Stadt hat weder die Mittel noch das Know how, die dringend notwendige Modernisierung der Fabrik zu schultern. Zsolnay Porzellan hat jahrelang Verluste eingefahren, seit sie 2006 von der staatlichen Privatisierungsbehörde eher als Notlösung der Stadt teilübereignet wurde.

Die Mitgift bestand in rund 5 Mio EUR Schulden. Pécs hatte mittlerweile 1,27 Mrd. HUF, gut 4 Mio EUR in das Unternehmen gepumpt, zusätzlich erwarb die Stadt ein 31.000-Quadratmeter-Grundstück, dass als Zsolnay Kultur Quartier während der Kulturhauptstadt-Veranstaltungen 2010 dienen soll, was ein weiteres finsteres Kapitel der Stadt darstellt, sind nämlich die Vorbereitungen zu dem Megajahr von Skandalen und Ungereimtheiten überschattet und dabei, sich zu einem Super-GAU zu entwickeln.

 

(c) Pester Lloyd

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