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(c) Pester Lloyd / 14 - 2009 WIRTSCHAFT 30.03.2009
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Ende einer Schlacht
Die OMV trennte sich von ihren MOL-Aktien
Die Übernahme der MOL durch die OMV ist seit heute Geschichte. Wie der große
österreichische Öl- und Gasversorger am Montag in einer Aussendung mitteilte, hat man sich von dem 21,2%igen Anteil am ungarischen MOL-Konzern vollständig
getrennt. Man verkaufte das Aktienpaket für 1,4 Mrd. EUR an die russischen Kollegen von Surgutneftegaz. Das entspricht einem Preis von über 19.212 HUF /
Aktie und damit hat die OMV mehr als das doppelte des derzeitigen Börsenkurses von rund 9.940 (Schlusskurs vom Freitag) erhalten.
Damit endet eine auf beiden Seiten
unansehnliche Übernahmeschlacht, die von hässlichen Kleinkriegen gekennzeichent war und die bilateralen Beziehungen nicht unerheblich belastete. Letztlich gab aber die negative Haltung der
EU-Wettbewerbsaufsicht zu einer Übernahme der Ungarn durch die Österreicher den (offiziellen) Ausschlag für das Ende der Bemühungen. Bereits vor einigen Wochen wurden die letzten
juristischen Rückzugsgefechte wegen übler Nachrede etc., beendet.
Die in Sibirien ansässige Surgutneftegaz ist einer der größten Erdgas- und
Erdölförderunternehmen Russlands, und befindet sich in Mischbesitz der ING-Bank, Int. Bank Moskau sowie diverser "Businessmen" und staatlich gelenkter
Beteiligungsgesellschaften, indirekt mischt auch die Gazprom mit. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren Unsummen an Geld anhäufen
können und ist nun bestrebt, von der reinen Rohstofförderung mehr in den Vertrieb vorzustoßen, um die Wertschöpfungskette zu verlängern. Bereits
während des Übernahmekampfes mit der OMV, kündigte das MOL-Management einen Einstieg russicher Unternehmen aus strategischen Gründen an. Ungarn und
Russland sind durch Vereinbarungen im Gasbereich enger zusammen gerückt. So wird man einen Abschnitts der South Stream Pipeline und ein riesiges Erdgasdepot gemeinsam mit Gazprom errichten.
(c) Pester Lloyd
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