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(c) Pester Lloyd / 14 - 2009 WIRTSCHAFT 03.04.2009
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Weniger Übernachtungen, mehr Geld
Deutsche und Österreicher dominierten 2008 den Ungarn-Tourismus Ausländer gaben angeblich 22% mehr aus als im Vorjahr.
Im vergangenen Jahr wurden an den ungarischen Grenzen 34,882 Millionen
internationale Besucher gezählt (wer zählt die in Zeiten Schengens?). Das ergibt ein leichtes Plus von 1,1 Prozent. Lässt man den großen Anteil der Tagesgäste
außer Acht, generierten die ausländischen Gäste insgesamt 9,935 Millionen Übernachtungen "in den gewerblichen Unterkünften", ein Minus von 2,3 Prozent.
Der Inlandstourismus konnte indes zulegen.
2008 wurden 4,102 Millionen ungarische Gäste registriert (+2%), die 9,9 Millionen Übernachtungen in den statistisch erfassten Unterkünften buchten. Dieses Wachstum ist
zum Teil der Beliebtheit der so genannten "holiday-checks" zu verdanken, einer Zusatzleistung, die ungarische Unternehmen ihren Mitarbeitern steuerfrei bieten können.
Österreich war 2008 weiterhin das zweitgrößte Herkunftsland für den Ungarn Tourismus.
Unter den TOP 10 Herkunftsländern hat Österreich einen Marktanteil von 10 %.
Von den mehr als 6 Millionen österreichischen Ungarn-Besuchern haben 245.000 Gäste in Hotels übernachtet. 40 % der Nächtigungen gingen an Wellness- und
Kurhotels. Deutschland ist weiterhin Spitzenreiter, deutsche Urlauber verbrachten mit ihrem Anteil von über 2,348 Millionen Übernachtungen
überdurchschnittlich viel Zeit, im Schnitt 3,7 Tage in Ungarn. 2008 lag der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt bei 5,2 Prozent. Mit 482.000 direkten
wie indirekten Arbeitsplätzen stellt die Tourismusbranche inzwischen jeden achten Arbeitsplatz in Ungarn.
Trotz des (noch) leichten Rückgangs des Auslandstourismus konnten die Umsätze
gegenüber 2007 um beachtliche 19% auf rund 4,1 Mrd. EUR gesteigert werden, ermittelte laut Tourismusamt (wie auch immer) die Nationalbank. Dabei hätten
Ausländer im Jahresvergleich pro Aufenthalt 22,7% mehr Geld im Land gelassen als noch ein Jahr zuvor. Die Ermittlungsmethode solcher Daten zu erfahren, hätte
sicher Offenbarungspotential. Aber wenn es überhaupt einmal irgendwo bergauf geht, sollten wir das vielleicht einfach freudig zur Kenntnis nehmen.
(c) Pester Lloyd
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