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Ausgabe 18 / 2009
29. April - 5. Mai

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(c) Pester Lloyd / 17 - 2009 WIRTSCHAFT 24.04.2009
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Kritik an Preispolitik der Energiekonzerne in Ungarn

In Ungarn macht man sich Gedanken darüber, warum der Konsument von den sinkenden  Energiepreisen auf den Weltmärkten so gut wie gar nichts mitbekommt. Die größte Tageszeitung des Landes, Népszabdság, rechnete nun aus, dass die geschätzten zusätzlichen Gewinne aus der Schere zwischen Weltmarkt- und Einzelhandelspreis, welche die großen Energiekonzerne des Landes sowie der staatliche Zwischenhändler MVM wie auch die Kraftwerke realisierten, sich auf bereits rund 500 Milliarden Forint, etwa 2,5 Milliarden Euro, belaufen. In Zeiten hoher Weltmarkpreise, so analysiert die Zeitung, nehme man diese als Referenz, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen, in Zeiten fallender Kurse höre man jedoch plötzlich nichts mehr von den Weltmärkten.

Dieser Umstand sei besonders zu hinterfragen, angesichts der angespannten Einkommenssituation vieler Ungarn und der notwendigen Hilfszahlungen aus Steuermitteln, der Energiepreiskompensation. Zwar hatte die Aufsichtsbehörde Preiskontrollen angekündigt, geschehen sei aber kaum etwas. Dies sei nun der Preis eines nach wie vor nicht vollständig liberalisierten Marktes, glaubt die Népszabdság. István Kutás, Sprecher von E.ON widersprach der Darstellung und meinte, dass man keine Extragewinne eingefahren habe. Er verwies darauf, dass auch im westlichen Ausland die Preise kaum gefallen seien und es sich bei den Abkommen zwischen Produzenten und Verteilern von Energie um langfristige Vereinbarungen handele, auf die kurzfristige Schwankungen am Weltmarkt kaum Einfluß hätten.

 

(c) Pester Lloyd

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