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(c) Pester Lloyd / 19 - 2009 WIRTSCHAFT 08.05.2009
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Ungarn: Produktion und Handel schrumpfen langsamer

Ungarns Außenhandelsdaten für März waren schlecht, aber nicht so schlecht wie erwartet. Das Land konnte im März einen Außenhandelsüberschuss von 493 Mio EUR (vorläufige Erhebung) verzeichnen und steht damit bei +609 Mio EUR für 2009. Die Exporte fielen um 18,2% auf 5,2 Mrd. EUR, die Importe um 23,4% auf 4,7 MRd. EUR. im Vergleich zum Vorjahr und damit deutlich langsamer als noch im Februar. Aufgrund der Tatsache, dass die heimische Nachfrage, sowohl im Investitions- wie im Konsumgüterbereich offenbar stärker fällt als im westlichen Ausland die Wirtschaft schrumpft, könnte Ungarn mit Jahresende einen Außenhandelsüberschuß von bis zu 2 Mrd. EUR lukrieren, auch wenn das letztlich nicht viel Gutes heißt, außer, dass die Auslandsschulden ein paar Zehntel weniger steigen werden. Der nur (relativ) schwache Exportrückgang darf nur zum Teil als Stabilisierungszeichen betrachtet werden, schließlich tat der sehr schwache Forint das seinige für den Export. Insgesamt kann anhand der vorliegenden Daten kein voreiliger Schluss in die eine oder andere Richtung gezogen werden. Die Industrieproduktion sank im März um 15,6% im Vergleich zum März 2008. Auch das sind vorläufige Zahlen. Damit fiel die Produktion den sechsten Monat in Folge, Rekord waren hier -28,9% im Februar. Quartalsbezogen ging sie um 22,3% zurück.   

 

(c) Pester Lloyd

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