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(c) Pester Lloyd / 19 - 2009 WIRTSCHAFT 06.05.2009
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EU sieht Ungarns Defizit bei 6,3%

Dass Ungarn 2009 mit einem Budgetdefizit von 2,9% über die Runden kommt, glauben nicht einmal mehr die, die es vorher gesagt haben. Die Bajnai-Regierung verzichtete in ihren letzten Statements auch kleinlaut auf eine Wiederholung dieser Ziffer (vom 19. April). Nun hat die Europäische Kommission das zu erwartende Defizit auf 6,3% prognostiziert, was zwar entmutigend klingt, der Realität aber näher kommt. 2008 "schaffte" man 3,4%, doch da waren die Auswirkungen der Krise bisher nur marginal inkludiert.

Der Rückgang der Industrieproduktion um ca. ein Viertel im ersten Quartal macht deutlich, dass die Minderung der Steuereinnahmen hoch sein wird. Auch die Kosten für Sozialmaßnahmen aufgrund höherer Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit steigen rapide und können weder vom neuesten Sparpaket, noch der Steuerreform, die ohnehin erst Ende des Jahres richtig zu Buche schlägt, aufgefangen werden. Auch werden nicht alle Hilfspakete für das Kreditwesen, Klein- und Mittelbetriebe und vor allem die Ankurbelung der Konjunktur (Straßenbau- und Infrastrukturpaket) ausschließlich aus den EU-Hilfsgeldern finanziert. Die EU sieht für Ende des Jahres 9,5% (derzeit schon 9,3) Arbeitslosenrate, für 2010 11,2%. Die Inflation wird mit je knapp über 4% erwartet.

 

(c) Pester Lloyd

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