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(c) Pester Lloyd / 19 - 2009 WIRTSCHAFT 09.05.2009
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Forint steht bei 276, Premier warnt
Der ungarische Forint machte in den letzten Tagen große Schritte weg von der 300er
Marke, am Freitag stand er bei beinahe sensationellen 276,94 zum Euro.
Die Bewertung dieser Entwicklung fällt indes sehr unterschiedlich aus. Viele
Beobachter meinen, dass es sich nur um eine Atempause handelt, bis der Forint wieder jenseits der 300er Marke stehen wird. Einige Devisenhändler meinen sogar,
man werde demnächst einmal die 330 antesten.
Nicht gerade beruhigend für den Devisenmarkt, der seine ganz eigene
Spekulationspsychologie pflegt, kommt da die Intervention des Ministerpräsidenten. Der warnte in einem Interview für das InfoRádió vor überhöhter Euphorie hinsichtlich
des Wechselkurses. Eigentlich ist es immer schlecht, wenn sich der führende Politiker eines Landes zu Kursen äußert, egal ob negativ oder positiv.
Bajnai sagte u.a.: "Die Verbesserung des internationalen Umfeldes trägt deutlich zur
Stärkung des Forint bei, aber wir sollten der schnellen Erholung nicht übermäßig vertrauen. Die unsicheren Märkte können jederzeit zu neuerlichen Schwankungen
führen." Bajnai glaubt, dass sich bei konsequenter Umsetzung seiner Politik auch die Währung binnen einen halben Jahres stabilisieren sollte, aber es wird noch weiterer
Monate Anstrengungen bedürfen, um wirklich sicher sein zu können. "Der Forintkurs kann jederzeit wieder abrutschen", warnte er.
(c) Pester Lloyd
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