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(c) Pester Lloyd / 19 - 2009 WIRTSCHAFT 07.05.2009
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Hollóházi Porzellan steht vor Privatisierung

Vor kurzem trennte sich die Stadt Pécs von ihrem Anteil an der Traditionsmarke Zsolnay, nun steht die nächste Porzellan- und Keramikmanufaktur vor der Privatisierung. Eine der ältesten Fabriken, die Hollóházer Porzellanmanufaktur soll
in Gänze einen neuen Eigentümer finden.

Zum Verkauf stehen Fertigung, Lager, Modelarchiv und die Markenrechte. Erlöst sollen zumindest 750 Mio Forint, ca. 2,6 Mio EUR. Die Ausschreibung verpflichtet den Investor ausdrücklich zur Gesamtübernahme, so soll verhindert werden, dass einzelne Filetstücke erworben werden und die Marke so untergehen könnte. Der Käufer soll sich zudem zur Weiterproduktion für zumindest fünf Jahre verpflichten. Ende der Einreichfrist ist der 19. Mai.

Noch im Jahre 2006 machte die Manufaktur einen Umsatz von über 1 Mrd. Forint, im letzten Jahr sackte dieser auf unter 700 Mio HUF ab. Als Grund wird die Überflutung mit asiatischem Billigporzellan genannt. Auch die traditionsreichen böhmischen Kristall-, Glas- und Porzellanfabriken gerieten im letzten Jahr in Schwierigkeiten und mussten reihenweise Konkurs anmelden.

 

(c) Pester Lloyd

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