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(c) Pester Lloyd / 19 - 2009 WIRTSCHAFT 06.05.2009
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Sparprogramm bei RCA / MÁV Cargo

Rail Cargo Austria (RCA), Eigentümer der ehemals ungarischen Cargotochter der MÁV will noch in diesem Jahr bis zu 15 Mio EUR Kosten bei seiner Neuerwerbung einsparen. Man erwartet für die Unternehmensgruppe zwar in diesem Jahr einen 15%igen Umsatzrückgang, will aber dennoch der führende Bahnfrachtanbieter der mittelosteuropäischen Region bleiben. Bis Ende 2012 sollen die Synergien zwischen beiden Frächtern dann voll greifen und Gesamtersparnisse von 47 Mio EUR gebracht haben. 2008 erwirtschafte RCA einen Umsatz von 2,5 Milliarden EUR. MÁV Cargo etwa 800 Mio EUR.

Die Übernahme der MÁV Cargo durch die RCA im letzten Jahr hatte für einige Unruhe gesorgt. Zunächst waren die europäischen Kartellbehörden alarmiert, weil man eine marktbeherrschende Stellung in der Region befürchtete. Diese Skrupel konnte man durch kleinere Zugeständnisse und die Trennung von einer anderen Beteiligung ausräumen. Dann höhnten Experten, die Österreicher hätten sich für viel zu viel Geld einen Haufen Schrott gekauft, der sie noch teuer zu stehen kommen wird. Nicht zuletzt verursachte die Übernahme heftige Bahnstreiks in Ungarn, weil eine, der Opposition nahe stehende, Bahnergewerkschaft einen Anteil an dem Verkaufserlös für die Mitarbeiter einforderte. Teilweise ging tagelang in Ungarn auf den Schienen fast nichts mehr. Außerdem gab es sowohl auf ungarischer wie auch auf österreichischer Seite staatsanwaltliche Untersuchungen wegen eigenartiger Beraterhonorare und Marketingbudgets für ein ungarisches Lobbyunternehmen, bei denen der Verdacht der Korruption aufkam.

 

(c) Pester Lloyd

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