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(c) Pester Lloyd / 20 - 2009 POLITIK 14.05.2009 _______________________________________________________
Nur Pfleger und Köche wirklich willkommen
15. Arbeitsmarktkonferenz Österreich - Ungarn
Eigentlich ist die Abhaltung einer "gemeinsamen" Arbeitsmarktkonferenz
Ungarn-Österreich ein Hohn, da Österreich gerade zum xten Male die Beschränkungen für den Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt, explizit auch für
Ungarn, bis 2011 verlängert hat. Pfleger, Köche und Kellner und einige Spezialberufe sind gefragt, vom Rest fürchtet man "schwere Schäden".
Der österreichsiche Sozialminister Rudolf Hundstorfer und die für Arbeit und soziale
Angelegenheiten zuständige Staatssekretärin Ungarns, Erzsebèt Kovarik, eröffneten am Mittwoch im burgenländischen Lockenhaus die 15. Österreichisch-Ungarische
Arbeitsmarktkonferenz. Diese soll die "grenzüberschreitende Zusammenarbeit" zwischen den beiden Staaten vertiefen und bietet, so behauptet eine ministerielle
Aussendung, "die Möglichkeit, aktuelle Themen und Problembereiche der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in Österreich und Ungarn gemeinsam zu diskutieren."
Koch im Hotel “König von Ungarn” in Wien, Foto: Hotel König v. Ungarn
Schwerpunkte der Gespräche bildeten Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit und die
damit verbundene akute Armutsgefahr der betroffenen Personen. Probleme, die in beiden Ländern ähnlich gelagert seien. "Mit über einer Milliarde Euro für aktive
Arbeitsmarktpolitik stehen (in Österreich. Anm.) mehr Mittel denn je für zielgerichtete Maßnahmen zur Verfügung. Kündigungen von MitarbeiterInnen sollen
so weit wie möglich verhindert werden.", sagte der frühere Gewerkschaftsführer und jetzige Sozialminister Hundstorfer. Kurzarbeit ist für ihn ein "wirksames
Instrument", um den Unternehmen und den ArbeitnehmerInnen durch die Krise zu helfen. Mit der Ausbildungsgarantie für Jugendliche unter 18 Jahren und der "Aktion
Zukunft Jugend" für arbeitslose Jugendliche zwischen 19 und 24 Jahren sollen die Zukunftsperspektiven für alle Jugendliche am Arbeitsmarkt verbessert werden.
Als wirklich gemeinsames Thema mit den Ungarn, kann eigentlich nur das der
"Sozialwirtschaft" gelten, womit im weiteren Sinne die Pflegeberufe gemeint sind. Hier geht es den Österreichern, die mittlerweile eingesehen haben, dass sie hier
ohne osteuropäische Hilfskräfte nicht mehr auskommen, um vereinheitlichte Ausbildungsstandards, die der Kundschaft eine gewisse Verläßlichkeit bieten.
Ansonsten ist die Abhaltung einer "gemeinsamen" Arbeitsmarktkonferenz eigentlich
ein Hohn, da Österreich gerade zum xten Male die Beschränkungen für den Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt, explizit auch für Ungarn, bis 2011 verlängert hat,
weil man, so die offizielle Begründung für Brüssel "schwere Schäden" am heimischen Markt fürchtet. Freilich sind einige Berufe davon ausgenommen, so werden z.B.
händeringend Köche und Kellner gesucht, bei Facharbeitern gibt es nur einige Spezialberufe, die zugelassen sind. Doch auch hier ist der Bedarf, aufgrund der
"Freisetzung" Tausender in der Krise, stark gesunken.
Hinweise zum Zugang zum öst. Arbeitsmarkt für "neue" EU-Länder
(c) Pester Lloyd
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