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(c) Pester Lloyd / 21 - 2009
WIRTSCHAFT 24.05.2009 _______________________________________________________
Schwacher Forint lockte Schnäppchenjäger nach Ungarn
Die ungarische Tourismusbranche hat momentan weniger Freude, denn die Zahl der
Nächtigungen, vor allem im Hochpreissegment sank stark. Hingegen freut sich das Tourismusamt dennoch über die aktuellsten Zahlen des Statstischen Amtes (KSH),
zeigt es doch ein Wachstum von 5,6%, zumindest bei den Tagestouristen. Diese fielen in den letzten Monaten vor allem in die Grenzgebiete und die Shopping-Areas
der Hauptstadt ein. Zeitweise hatte der Forint bis zu 25% Wert gegenüber dem Euro verloren. Es profitierte also vor allem der Einzelhandel, ein wenig auch die
Gastronomie, wenn sie preislich gesittet blieb.
Die Zahlen im Einzelnen: Im ersten Quartal 2009 besuchten 7,6 Millionen Ausländer
Ungarn. Das sagt zumindest das KSH, wobei die Statistikexperten dort mehr und mehr die Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Relativitätstheorie bemühen müssen,
um solche Zahlen zu fabrizieren. Schließlich sind die Grenzen offen und nicht überall wo ein D prangt, sitzt immer auch ein Deutscher drin. Nun gut. Von diesen 7,6 Mio
blieben 6,4 Millionen nur ein paar Stunden im Land. Das KSH ermittelte insgesamt 2 Mio Tagestouristen aus der Slowakei, 1,49 Mio aus Rumänien sowie 1,1 Mio aus
Österreich. Diese gaben zudem 63,5% mehr für Shopping aus, als noch vor einem Jahr. Auch diejenigen, die länger blieben, ließen ein Fünftel mehr Geld im Land. Die
Zahl der Ungarn, die eine Auslandsreise unternahmen, fiel im ersten Quartal dagegen um 3,1%. Dabei stiegen längere Aufenthalte, Tagesausflüge nahmen um 7,4% ab.
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