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(c) Pester Lloyd / 22 - 2009 POLITIK 28.05.2009
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Orbán zu Merkel: Ungarn wird von Offshore-Rittern regiert

Ungarns Ministerpräsident Gordon Bajnai und sein Finanzminister Péter Oszkó haben Äußerungen als "pure Verleumdung" zurückgewiesen, die Oppositionschef Viktor Órban gegenüber der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel getätigt haben soll.

Orbán traf Merkel am Mittwoch zu einem kurzen Gespräch in Berlin (unsere Meldung). Die konservativ-nationale Tageszeitung "Magyar Nemzet" zitierte Orbán mit den Worten, dass er der Kanzlerin erläutert habe, "...in Ungarn parken der Zentrabankchef, der Ministerpräsident und der Finanzminister ihren Reichtum in Offshore-Gesellschaften, um sich vor der Steuer zu drücken." Er habe sich bei der deutschen Regierungschefin beklagt, dass die Bajnai Regierung aus "Offshore-Rittern und Milliardären" bestehe und keinerlei Wählermandat habe.

"Orbáns unfundierte, unwahre und verleumderische Behauptungen beschädigen nicht nur das Ansehen Ungarns, sondern torpedieren zudem die Bemühungen des Landes zur Linderung der Auswirkungen der Krise." sagten Bajnai und Oszkó in einer Aussendung. Erst vor Tagen hatte Orbán auch die slowakische Regierung verärgert (siehe hier) und sein Außenpolitik-Sprecher von “ethnischen Säuberungen” in Rumänien gesprochen (siehe hier).

Ebenfalls heute meinte der Leiter der MSZP-Wahlkampagne Attila Mesterházy, die Fidesz-Kampagne enthalte kein Wort zur EU. Daher sollte die Nationale Wahlkommission das Wahlprogramm der Partei als unrechtmäßig erklären. Fidesz konterte, dies sei wohl die ebenso pathetische wie verzweifelte und hoffnungslose Äußerung eines Verlierers.

 

 

(c) Pester Lloyd

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