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(c) Pester Lloyd / 22 - 2009 POLITIK 29.05.2009
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Wahlkampf in Ungarn:

Molotow - Betrug - Theaterdonner - Umfrage

In der Nacht zum Freitag wurde auf das Parteibüro der regierenden MSZP in Tatabánya, ca. 60 km westlich von Budapest ein Brandanschlag mit einem Molotow-Cocktail verübt. Es entstand geringerer Sachschaden.

Im Zuge der Ermittlungen über einen 300 Mio Forint (gut 1 Mio EUR) Betrugsfall hat die Polizei des Komitates  Bács-Kiskun den MSZP-Politiker Béla Nyékes verhaftet. Er arbeitete im Umweltausschusses des Parlamentes. In dem Fall wird gegen 4-5 Politiker ermittelt, mehr Details mochte die Polizei jedoch noch nicht kundtun.

Der Leiter der MSZP-Wahlkampagne Attila Mesterházy meinte gestern, die Fidesz-Kampagne enthalte ja kein Wort zur EU, daher sollte die Nationale Wahlkommission das Wahlprogramm der Partei als unrechtmäßig erklären. Fidesz konterte, dies sei wohl die ebenso pathetische wie verzweifelte und hoffnungslose Äußerung eines Verlierers.

Viktor Orbán, der sich auf einer dreitägigen Europa-Tournee über Brüssel durch Deutschland, Frankreich und Italien befand, hat mit seinen angeblichen Äußerungen bei Bundeskanzlerin Merkel für einigen Wirbel gesorgt: siehe hier.

Derweil führt der Fidesz bei den Zustimmungsraten mit einem Rekordabstand vor der MSZP. Bei der allgmeinen Zustimmung zur Partei unter allen Bürgern kommt die Partei Orbáns auf kanpp 40%, die MSZP nähert sich der 10%-Marke. Bei zur Wahl entschiedenen Bürgern bleibt es bei ungefähr 66% für Fidesz, 20-22% für MSZP, 5-7 für Jobbik, den Rest teilen sich SZDSZ und MDF sowie LMP, wobei keine davon über die nötige Hürde kommt.

Alles zur Europwahl in Ungarn 2009 im Dossier

 

 

(c) Pester Lloyd

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