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(c) Pester Lloyd / 23 - 2009 WIRTSCHAFT 05.06.2009
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Erstes Miniwasserkraftwerk in Ungarn in Betrieb
Die Firma Blue Stream hat jetzt das erste seiner neuartigen Klein-Wasserkraftwerke
in der Nähe von Szekszárd in Betrieb genommen. Ihre Errichtung kostet nur rund 20-25 Mio Forint (70-80.000 EUR) und liefern Strom für den Bedarf von bis zu 400
Personen (ca. 37 KW). Dafür gab es sogar noch einen Zuschuss vom Umwelt- und Energieprogramm der Regierung in Höhe von 8,5 Mio HUF. Noch in diesem Jahr
sowie im nächsten Jahr sollen je drei weitere Projekte folgen. Eine kombinierte Gesamtkapazität von 200kW soll dann erreicht sein.
Eigentlich könnten die Miniwasserkraftwerke der Firma Blue Stream eine gute
Möglichkeit für kleinere Gemeinden, aber auch Unternehmen sein, sich unabhängig von den großen Energieversorgern zu machen, somit massiv Energiekosten zu sparen
und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Doch so weit und liberal ist der Markt in Ungarn längst noch nicht. Es fehlt vor allem an alternativen Verteilungsmöglichkeiten
und dezentralen Strukturen bei der Einspeisungslogistik. So bleibt dem in Budapest ansässigen Unternehmen Blue Stream nichts weiter als den Strom aus den
Minikraftwerken an Fast-Monopolist E.ON zu verkaufen (über Stromverteiler Mavir, Teil des staatlichen MVM-Konzerns). Auch der angestrebte Einstieg von E.ON bei
Mavir wird nicht gerade zur Entflechtung des Konglomerats beitragen. Immerhin bleibt der (noch kleine) Umwelteffekt und Blue Stream kann für seinen Ökostrom
mehr erlösen als für herkömmlichen, ca. 85% des Einzelhandelspreises.
Zum Thema:
Kauft sich E.ON bei AKW Paks ein?
(c) Pester Lloyd
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