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(c) Pester Lloyd / 23 - 2009 POLITIK 07.06.2009
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Ungarn - Erste Reaktionen zur Europawahl

MSZP trotzig, Fidesz will Sozis abschütteln, SZDSZ-Chef kündigt Rücktritt an, Jobbik: Partisanen gegen Hubschrauber

In ersten Reaktionen zeigte sich die MSZP trotzig. Sowohl Parteichefin Ildikó Lendvai als auch Sozialminister Péter Kiss sahen in ersten Stellungnahmen weiter keinen Anlass, den Weg für Neuwahlen frei zu machen. "Das Land erwarte, dass" die vielen Aufgaben, die vor ihm stünden, erledigt würden. Wo sie diese Erwartung abliest, sagte sie nicht, am Wahlergebnis von 17,.. Prozent ganz sicher nicht.

"Dieser Sieg wird Ungarn stärken", sagte Fidesz-Chef Viktor Orbán kurz nach Bekanntwerden der ersten gesicherten Ergebgnisse. Ungarn werde die Sozialisten abschütteln und einen neuen Weg einschlagen. Die MSZP ist nur noch ein Hindernis für die Entwicklung des Landes. Sein Fraktionschef hatte bereits vorher die Forderung nach alsbaldigen Neuwahlen wiederholt.

Gábor Fodor, Vorsitzender des SZDSZ hat noch am Sonntagabend seinen Rücktritt angeboten. Das desaströse Wahlergebnis des SZDSZ ließ ihm keine andere Wahl. Von der enttäuschten Partei ließ sich keiner mehr vor den Medien blicken.

Gábor Vona, Chef der rechtsradikalen Partei Jobbik und eigentlicher Wahlsieger des Abends, sagte, dass dieser Sieg ein "Erfolg des nationalen Lagers" ist. Seine Strategie, auf die Straßen und auf die Menschen zuzugehen, sei die richtige gewesen. Und er setzte noch eins drauf: "es war ein Sieg palästinensischer Partisanen gegen israelische Hubschrauber", zitierte ihn MTI.

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