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(c) Pester Lloyd / 23 - 2009 POLITIK 02.06.2009
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Ungarns Nationalbankchef: Zypern ist nicht Offshore

Der Chef der ungarischen Nationalbank, András Simor hat den Vorwurf von Fidesz-Chef Viktór Orbán zurückgewiesen, er hätte Off-Shore-Gesellschaften genutzt, um Steuern zu hinterziehen. Der Tageszeitung "Magyar Nemzet" sandte er einen Brief an Orbán, worin er erklärt, dass die Firma Trevisol Management Services Ltd., die sich in seinem Besitz befindet, in einem EU-Land, nämlich Zypern, registriert sei und die normalen, dort fälligen Steuern entrichte. Orbán solle solch verleumderischen Behauptungen zukünftig unterlassen.

Orbán hatte Simor in einem Atemzug mit Ministerpräsident Bajnai und Finanzminister Oszkó als die "Off-Shore-Ritter" und Milliardäre bezeichnet, die derzeit Ungarn regieren. Die Äußerungen machte er angeblich gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Gespräch in Berlin am 28. Mai. Bajnai und Oszkó reagierten bereits zuvor auf diese Anschuldigungen. (unser Beitrag)

Ein Fidesz-Sprecher reagierte auf seine Art auf den Brief Simors und sagte: "Es war nicht die Absicht des Fidesz, zu unterstellen, dass die Off-Shore-Firma von Simor das Recht breche." Weiter hieß es, dass gerade Zypern sehr wohl als Off-Shore-Paradies gelte.

 

(c) Pester Lloyd

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