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(c) Pester Lloyd / 24 - 2009 POLITIK 08.06.2009
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Ungarn: Jobbiks Frontfrau hatte eine Traum

"Wir haben einen Traum - Ungarn den Ungarn, - dass unsere Heimat kein zweites Palästina wird, nicht verarmt und zu einer Kolonie verkommt", so sinniert die Spitzenkandidatin der Partei Jobbik, Krisztina Morvai, am Tag nach dem 14,77%-Triumph. Auch dem Parteichef Gábor Vona gelang noch am Wahlabend ein gleichnishafter Ausflug ins Heilige Land, als er den Sieg seiner Partei mit einem "Triumph palästinensischer Partisanen gegen israelische Helikopter" verglich.

Die kampfeslustige Rechtsanwältin Morvai sang sich heute morgen in einem Brief "an die lieben ungarischen Menschen" ihre ganze Freude vom vermutlichen Herz. Die Ungarn hätten nun die Chance auf Freiheit, die Landwirte würden gerettet, der ungarische Markt geschützt, wörtlich: "vor den minderwertigen ausländischen Lebensmitteln". Jetzt könnte es endlich den Multis an den Kragen gehen und ihren Vorteilen gegenüber den Ungarn. Und überhaupt werde man nun in Brüssel dafür kämpfen, dass diese neoliberale Globalisierung den Völkern nicht mehr schade und endlich ungarische Interessen vertreten werden. Das ist keine extreme Einstellung, sondern die Denkweise der Mehrheit in Europa und der ganzen Welt, sagt Morvai, die auch schon bei der UNO tätig war und u.a. über häusliche Gewalt in Ungarn schrieb. Man werde sich an die Spitze des ungarischen Freiheitskampfes stellen und eine "historische Mission" erfüllen. Dann dankt sie allen Mitkämpfern und erbittet Gottes Segen für die "neue Kraft" und alle, die ihr ihre Herzen öffnen.

Quelle: jobbik.hu

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