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(c) Pester Lloyd / 24 - 2009 WIRTSCHAFT 10.06.2009
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Trennt sich Ungarn doch von MOL-Aktien?

Anfang der Woche ließ sich die Regierung von der parlamentarischen Mehrheit aus MSZP und SZDSZ-Abgeordneten zum Verkauf weiterer Staatsanteile an Unternehmen ermächtigen, die noch vor kurzem als "strategisch wichtig" in Händen des Staates bleiben sollten. Konkret geht es um einen 25%-Anteil am gut gehenden Pharmahersteller Richter sowie ein "Serie B"-Paket von Vorzugsaktien der MOL.

Die Wirtschaftszeitung Napi Gazdaság weist darauf hin, dass es genau diese Vorzugsaktien sind, die dem Staat und der MOL bisher die Sicherheit gegenüber feindlichen Übernahmen und die Fremdbeeinflussung des Unternehmens gaben. Sollte die Regierung also von ihrem Verkaufsrecht Gebrauch machen, könnte MOL doch noch in "feindliche" Hände gelangen. Die Opposition wittert daher schon wieder einen Skandal von nationaler Tragweite hinter der Sache. Tatsächlich ist es eigenartig, dass erst am 6. Mai ein entsprechendes Gesetz verabschiedet wurde, dass den Erhalt des MOL-Paketes festschrieb, am 11. Mai aber ein Änderungsantrag einging.

Die gleiche Situation besteht auch bei Richter, hier wäre man jedoch eher froh über einen Verkauf, könnte dann ja ein strategischer Investor für weiteren Aufschwung sorgen. Die Reaktionen zeigen den Unterschied zwischen Bunkermentalität und Unternehmertum deutlich.

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(c) Pester Lloyd

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