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(c) Pester Lloyd / 24 - 2009 POLITIK 09.06.2009
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Ungarns Nationalbankchef zieht sein Geld aus Zypern ab

Der Chef der ungarischen Nationalbank, András Simor war (neben dem Minsiterpräsidenten und dem Finanzminister, wir berichteten) im Europawahlkampf heftig von der Opposition als "Off-Shore-Ritter" angegriffen worden, der sich vor den Steuern in Ungarn drücke. Das sei eine Schande und schlechtes Vorbild für das Land. Wie könne man vom Volk Steuerehrlichkeit und Sparpakete abverlangen, wenn der Chef der Zentralbank sein Geld im Ausland verstecke. Fidesz forderte den Rücktritt.

Halblaut gab Simor zu, ein Unternehmen auf Zypern zu besitzen, was ja immerhin ein EU-Land sei, wie er anmerkte. Das war es 1999, als seine Firma registriert wurde noch nicht und ist heute eines, dass sich nicht an alle EU-Vorgaben halte und Ministeuern ermögliche, fauchte die Opposition, nicht zu unrecht, zurück.

Nun will der Kritisierte seine Guthaben in Zypern auflösen und das Geld "so schnell wie möglich" nach Ungarn zurück bringen, versprach er reumütig, auch wenn er in dem zypriotischen Unternehmen kein Geld versteckt habe. Dort habe er ausschließlich ausländische Einnahmen lukriert und investiert. Er habe sich immer an die ungarischen Gesetze gehalten. Sein Unternehmen, Trevisol Management, zahle die gesetzlichen Steuern eines EU-Landes, es wurde nie Geld aus Ungarn überwiesen. Dem widersprechen aber Aussagen über seine Einkünfte, wo die Opposition einen Erklärungsbedarf über rund 800 Mio HUF, ca. 2,5 Mio EUR, sieht.

Zum Thema: 30% Strafsteuer auf Steuerflucht

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