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(c) Pester Lloyd / 25 - 2009 NACHRICHTEN 19.06.2009
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Rechtsextremist Budaházy in Ungarn verhaftet

Einer der Aktivisten der rechtsextremen Szene in Ungarn, György Budaházy, wurde am Mittwoch in Budapest verhaftet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Planung und Durchfühfung eines Terroanschlages und die Planung von Mordanschlägen in zwei Fällen. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Ermittler hätten eine direkte Verbindung zwischen zwei Brandanschlägen, zu denen sich Mitglieder der "Pfeile Ungarns" bekannt haben und dem Verdächtigen festgestellt, meldet dazu der Nachrichtensender Hír TV. Die gleiche Gruppe hatte sich bereits früher zu Anschlägen auf Wohnungen von sozialistischen Politikern bekannt, den Fernsehjournalisten Sándor Csintalan verprügelt und ein Ticket Office im 13. Bezirk demoliert, als man sich dort weigerte Karten für das Konzert einer Neonaziband zu verkaufen. Der Polizei liegt angeblich ein Video vor, auf dem der Verdächtige in der Handhabung von Molotow-Cocktails unterweist. Er fiel auch als - mitunter - vermummter Hassprediger auf diversen Demos der Rechten auf, auch an der Demolierung des Denkmals für die bei der Befreiung Budapests gefallenen sowjetischen Soldaten soll er beteiligt gewesen sein.

Inzwischen haben hunderte Menschen im Stillen gegen die Schändung des Holocaust-Denkmals am Budapester Donauufer protestiert. Sie legten am Mittwoch und Donnerstag schweigend Blumen nieder, auch hochrangige Politiker, so der Ministerpräsident, sein Amtsleiter und weitere waren unter den Bürgern, die sich damit gegen antisemitische Auswüchse der letzten Zeit stellen.

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