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(c) Pester Lloyd / 25 - 2009 NACHRICHTEN 17.06.2009 _______________________________________________________
Holocaust-Denkmal in Ungarn geschändet
Seit dem Wahlsieg der rechtsextremen Partei
Jobbik, die auf Anhieb bei den Europawahlen 14,8% einfuhr, scheint die Hemmschwelle für offenen Antisemitismus bei einigen weiter gesunken zu sein. Am Montag dieser Woche
wurde das Holocaust-Denkmal am Ufer der Donau in Budapest geschändet.
In den eisernen Schuhen des Denkmals, das an
die Erschießung hunderter Juden erinnert, die 1944/45 von Pfeilkreuzlern, den ungarischen Nazis, aus den Ghettos geholt, gemordet und teilweise anschließend in die Donau geworfen wurden, steckten die
Beine von Schweinen, Säcke mit weiteren Kadaverteilen lagen daneben.
Tamás Suchman, Parlamentsabgeordneter der Sozialisten, rief heute im Namen
seiner Partei zu einem breiten Protest gegen diese antisemitischen und zutiefst menschenverachtenden Auswüchse auf. Am Donnerstagabend soll am Ort des
Geschehens eine entsprechende Protestveranstaltung stattfinden. Suchman hofft auf Beteiligung zahlreicher Organisationen, Parteien und Bürger, über alle sonstigen ideologischen Grenzen hinweg.
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(c) Pester Lloyd
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