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(c) Pester Lloyd / 25 - 2009
WIRTSCHAFT 16.06.2009 _______________________________________________________
Lieferanten beschweren sich über Handelsriesen in Ungarn
Sie sollen die Mehrwertsteuererhöhung alleine tragen.
Der ungarische Verband der Lebensmittelhersteller (EFOSZ) hat sich beim staatlichen Wettbewerbsamt (GVH) über die großen Lebensmittelketten beschwert. Die Multis hätten von ihren
Lieferanten gefordert, ihre Preise per 1. Juli um 4-6 Prozent zu senken. Auf diese Weise sollen sie die Mehrwertsteuerrhöhung von 20 auf 25% abfangen. Wer diese
Steigerung nicht vollständig übernehme, dem haben einige Handelsketten schon mit der Auslistung ihrer Produkte gedroht, so der Verband EFOSZ.
Seit Jahresbeginn seien die Lebensmittelpreise im Einzelhandel um durchschnittlich
5% gestiegen. Gleichzeitig erhielten die Lieferanten aber lediglich 1% mehr Geld für ihre Ware, was die Gewinnspanne der Einzelhändler deutlich erhöht habe. Das
Wettbewerbsamt könnte wegen Preisabsprachen und unlauteren Wettbewerbsmethoden gegen die Multis vorgehen, eine Auslistung widerspenstiger
Lieferanten durch die großen Häuser, kann sie jedoch nicht verhindern.
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