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(c) Pester Lloyd / 25 - 2009
WIRTSCHAFT 18.06.2009 _______________________________________________________
In Ungarn will jeder eine eigene Mehrwertsteuer
Nachdem sich die Regierung dazu durchgerungen hat, den Beziehern von Fernwärme
den niedrigsten Mehrwertsteuersatz zu gewähren (unser Beitrag), um die meist sozial nicht so gut gestellten Bewohner von Plattenbauten nicht zu ruinieren,
kommen nun die verschiedensten Interessengruppen an und wollen alle ihren eigenen, natürlich, ermäßigten Steuersatz.
Der Plan war für 1. Juli eigentlich: 25% auf alles außer Grundnahrungsmittel,
Medikamente, Bücher etc. für diese gelten dann ermäßigte Steuersätze von 18 bzw. 5 oder 6%, je nach dem wie es die EU genehmigt. Nun hat es auch die Lobby der
Hotellerie geschafft, einen Nachlass auf die Mehrwertsteuererhöhung durchzusetzen.
Mit Hinweis auf ihre schreckliche Lage ließ sich das Büro des Ministerpräsidenten
erweichen, Hotels und andere "kommerzielle Unterkunftsbetriebe" ebenfalls mit nur 18% zu besteuern. Dies würde rund 10 Milliarden Forint Entlastung für das
Übernachtungsgewerbe bringen, rechnet man aus. Man darf gespannt sein, welche Branchen noch vorstellig werden und ihre systemrelevante, schreckliche Lage in die Waagschale werfen.
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(c) Pester Lloyd
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