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(c) Pester Lloyd / 25 - 2009
WIRTSCHAFT 17.06.2009 _______________________________________________________
Sommerfest des ÖWK Budapest
Österreicher wissen eben, wo es gemütlich ist: Tolle Stimmung und Speisen beim Sommerfest des Österreichischen Wirtschaftsklubs auf der „Kossuth“.
Seit sich der Österreichische Wirtschaftsclub (ÖWK) gemeinsam mit dem Stammtisch
nicht mehr im Pub V des Kempinski-Hotels versammeln können, weil man den geschlossen hat, um einer anderen Nobel-Gaststätte Platz zu machen, ist man am
Donauufer, nahe der Kettenbrücke auf dem Museumsschiff „Kossuth“ vor Anker gegangen.
Ein historischer Platz übrigens für die
Österreicher. Unweit von hier fand 1867 die Huldigung für FranzJoseph und Sisi statt und schließlich wurde die heutige „Kossuth“, ein Schaufelraddampfer, 1913 für den österreichischen Thronfolger Franz
Ferdinand gebaut. Der spätere Namensgeber, Kossuth, hatte allerdings gerade die Absetzung der Habsburger als ungarische Könige im Sinn, so fließt Geschichte auf der
Donau wieder zusammen. Im Jahre 2004 ist das heutige Museumsschiff völlig renoviert und mit stilvollen Restaurants sowie Gaststättenplätzen an Deck eingerichtet worden.
„An der schönen blauen Donau“ lautet dann auch das Motto des gestrigen Abends zu
dem die Präsidentin des ÖWK, Frau Adele Filip-Fürst und der Stammtisch-Chef Herr Werner Piskernig zahlreiche Vertreter der in Ungarn aktiven Wirtschaft an Deck
begrüßen konnten. Da mehr gekommen waren als sich angemeldet hatten, rutschte man eben enger zusammen, so dass die Gespräche über die mitunter kuriosen
Erlebnisse im Gastland sowie der Umgang mit der Krise in den jeweiligen Unternehmen noch intensiver, quasi hautnah, erörtert werden konnten. Dennoch
war die Stimmung fröhlich und teilweise sogar recht ausgelassen. Ein wichtiger Firmenchef meinte zwar, dass ihn das alles ein wenig an die Titanic erinnern
würde... Aber angesichts des herrlichen Panoramas, der angenehmen Musik und des hervorragenden Menüs war auch nichts anderes als gute Stimmung zu erwarten, und
derartige Assoziationen hoffentlich nur eine etwas zugespitzte Einzelmeinung.
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Gregor Klöter, genannt GREX, der Meisterkoch aus Tirol, der schon ein paar Jahre in
Ungarn lebt und Chef auf dem Europa-Schiff ist, hat an diesem Abend seine Landsleute mit einem exzellenten Menü verwöhnt: Maki-Ingwerröllchen,
Schinken-Mousse an Spargel-Eiersalat, Räucherlachscreme in Blätterteig mit Dijon-Kaviar als Vorspeisenvariationen von GREX; dann ein Türmchen vom Rind,
Schwein und Hühnerfilet, Folienkartoffel, Grilltomate, pikante Saucen und Dips, und schließlich als Dessert eine gewürzte Panna Cotta-Creme mit Amaretto-
Waldbeerragout und obenauf noch MandelCracker und Bitterschokolade – einfach alles vorzüglich! Schon deswegen lohnt es sich, das Museums-Schiff „Kossuth“
(übrigens neben dem unterkühlten „Spoon“ gelegen) zu besuchen. Die Österreicher wissen schon, wo es gepflegt, gemütlich, preiswert und schmackhaft zugeht in
Budapest. Sie treffen sich hier jeden 1. Dienstag im Monat und freuen sich über jeden neuen Stammtischfreund.
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(c) Pester Lloyd
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