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(c) Pester Lloyd / 25 - 2009 POLITIK 15.06.2009
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Jobbik fordert Revision von Trianon

Die Forderung ist nicht so neu, gehört aber im Zusammenhang mit dem Wahlerfolg der Rechtsextremen in Ungarn einmal wieder erwähnt. Trotz aller Anstrengungen der letzten Tage, sich vor den Medien bürgerlich zu gebärden: sind die Jünger Jobbiks unter sich, bricht der ganze Trianesische Weltschmerz in ungehemmt revisionistischer Weise aus ihnen heraus. Anlässlich einer Gedenkveranstlatung zu 89 Jahren Trianon, abgehalten am Sonntag unweit des Budapester Stadtwäldchens, erklärte der neugewählte EU-Abgeordnete des Jobbik, Csanád Szegedi, die Aufhebung der durch den Vertrag von Trianon gezogenen Grenzen als sein vordringlichstes Ziel. Vor rund 500 Sympathisanten und 250 Angehörigen der "Ungarischen Garde", die wie immer in ihren von ungarischen Nazis, den Pfeilkreuzlern abgeschauten Uniformen aufkreuzten, forderte er sowohl die territoriale Autonomie für das Szeklerland (ein Teil von Siebenbürgen) als auch die Einrichtung eines "unabhängigen Ungarnbezirkes" in den Transkarpaten, heute Ukraine. Außerdem wolle er für die Abschaffung der Benes-Dekrete kämpfen, wegen derer zigtausende Deutsche und Ungarn aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden. Er lädt dazu herzlichst deutsche und österreichische Abgeordnete zum mitkämpfen ein. Vielleicht erklären diese Herrn Szegedi ja, was es mit EU-Beitritt, Freizügigkeit, kultureller Autonomie und Schengen so auf sich hat.

Wort und Totschlag - Was will Jobbik?

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