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(c) Pester Lloyd / 25 - 2009 WIRTSCHAFT 17.06.2009
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Außerplanmäßiger Höhenflug

30 Superjets für Ungarns Malév

Noch vor ein paar Wochen brauchte die Malév, Ungarns ehemalige nationale Airline, eine dringende Kapitalspritze von 10 Mio EUR, um Kerosinrechnungen und Flughafengebühren bezahlen zu können. Nun bestellt die Fluglinie gleich 30 Flugzeuge in einem Gesamtwert von fast 1 Milliarde USD.

Konkret geht es dabei um die Superjet-100-Serie aus dem Hause Suchoi im sibirischen Komsomolsk, die für die einst so glorreiche russische Flugzeugindustrie als neue Hoffnung gelten. Der Jet ist für knapp einhundert Passagiere ausgelegt und besonders für regionale bis Mittelstreckenflüge geeignet.

Der neue Vorstandschef der Malév, der Deutsche Martin Gauss und Allessandro Franzoni, Chef der SuperJet International, quasi des Verkaufsbüros der Russen mit Sitz im malerischen Venedig, unterzeichneten auf der Luftfahrtmesse in Paris eine entsprechende Vorvereinbarung über die 30 Flieger, die einen Wert von bis zu 1 Mrd. USD haben sollen, schreibt die Wirtschaftszeitung Napi Gazdaság. Natürlich ist allen klar, dass sich eigentlich die russische Staatsbank VEB, die über die AirBridge die Malév kontrolliert und besitzt, die Flieger anschafft, denn ohne deren Kredit könnte sich Malév derzeit wahrscheinlich nicht mal einen Lenkdrachen leisten, ohne wieder in Schwierigkeiten zu geraten.

SuperJet International ist ein Gemeinschaftsunternehmen der italienischen Alenia Aeronautica und Suchoi, die für dieses Jahr die Vermarktung von noch rund 100 Jets anstreben, 98 habe man schon an den Mann gebracht, produziert werden könnten bis zu 70 Stück pro Jahr. Malév-Chef Gauss benannte die Maschinen überraschenderweise als sehr passend für das Einsatzfeld seiner Airline, auch sollen die Betriebskosten unter denen der Konkurrenz, z.B. von Bombardier, liegen. 2011 sollen die ersten Maschinen ankommen, dann jedes Jahr sechs weitere. Auch Aeroflot, übrigens auch im Portfolio der VEB-Bank, hat ebenfalls 35 Stück bestellt.

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(c) Pester Lloyd

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