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(c) Pester Lloyd / 25 - 2009
WIRTSCHAFT 16.06.2009 _______________________________________________________
Tante-Emma-Läden sterben weiter
ABC-Märkte in Ungarn wichtiger Treffpunkt
Das Marktforschungsinstitut Nielsen kommt zu
dem Ergebnis, dass "Tante-Emma-Läden" in Ungarn immer seltener werden, die großen Handelsketten dafür immer mehr an Terrain gewinnen. Diese nicht ganz überraschende
Beobachtung unterlegt man mit folgenden Zahlen.
Allein 2008 ging die Zahl der kleinen,
inhaberbetriebenen Lebensmittelgeschäfte um 1.400 auf landesweit noch rund 19.900 zurück. Im gleichen Zeitraum gingen deren Umsätze um 8% zurück, während die Umsätze der großen Player inkl. der
Diskont-Märkte um 3% zulegten.
Besonders heftig seien die Einbrüche auf dem Drogeriemarkt. Hier hätten die beiden
Marktführer in Ungarn, dm und Rossmann, auch durch die Eröffnung Dutzender neuer Märkte den kleinen Händlern sehr viel Umsatz abgejagt, da letztere die
agressive Preispolitik ihrer Konkurrenten nicht durchhalten könnten.
In Ungarn haben vor allem die vielen ABC-Märkte eine wichtige Bedeutung für viele
Bewohner von Vororten und Plattenbausiedlungen. Sie liegen mitten in den Wohnvierteln, haben oft bis spät nachts, manche durchgehend auf und sind oft auch
Treffpunkt und Nachrichtenbörse, manchmal auch Kneipe, auch wenn der Ausschank eigentlich offiziell verboten ist.
Die Abwälzung der Mehrwertsteuererhöhung auf die Lieferanten seitens der
Handelsketten, können die kleinen EInzelhändler nicht erzwingen, ihnen fehlt dazu die EInkaufsmacht. Wer ab 1. Juli also wieder draufzahlt, dürfte klar sein.
Áfa: Lieferanten vs. Handelsriesen
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(c) Pester Lloyd
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