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(c) Pester Lloyd / 26 - 2009 WIRTSCHAFT 23.06.2009
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Umbau der Finanzaufsicht in Ungarn bis Herbst

Die Absetzung des Chefs der nationalen Finanzaufsicht PSZÁF und der Zweifel an der moralischen Qualifikation des "Offshore-Ritters" András Simor für den Posten des Zentralbankchefs sind nur die äußeren Anzeichen für einen grundlegenden Umbau der Finanzkontrollgremien in Ungarn. In Zusammenarbeit mit Experten des IWF und der Weltbank soll bis Herbst ein Konzept zur besseren Überwachung der Finanzwirtschaft vorliegen. Gleichzeitig eröffnet das die Chance auf die Neuerungen auf europäischer Ebene einzugehen. Die PSZÁF agierte, so ihre Kritiker, nur halbherzig als "Wachhund" der Banken, Strafen wegen irreleitender Werbung wurden sehr niedrig gehalten, gegen Risiken aus Fremdwährungsgeschäften und schlechter Beratung ist man fast nie, und wenn, dann zu spät vorgegangen.

Der Umbau der Finanzaufsicht solle daher vor allem die Konsumenten schützen, hieß es vom Finanzausschuss des Parlamentes. Es geht in Zukunft darum, Gefahren vorzubeugen und nicht erst einzuschreiten, wenn bereits ein Schaden eingetreten ist. Dabei steht immer noch im Raum, ob die PSZÁF vielleicht doch in die Strukturen der Nationalbank eingegliedert wird, was dieser zu mehr Macht verhelfen würde und die Besetzung des Chefpostens, mehr noch als bisher schon, zu einer politischen Kraftprobe machte. Ob die Effizienz der Finanzaufsicht dadurch wirklich gesteigert wird, hängt dann auch vom Reformwillen der obersten Staatsbanker ab.

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