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(c) Pester Lloyd / 26 - 2009 POLITIK 22.06.2009 _______________________________________________________
Guantanamó-Häftlinge nach Ungarn
Die Vereinigten Staaten haben nun auch offizell um die Aufnahme von
Ex-Guantanamó-Häftlingen in Ungarn angesucht. Der Sondergesandte der US-Regierung, Daniel, Fried, übergab eine entsprechende Anfrage seines Landes an
das Außenministerium. Dessen Sprecherin, Zsuzsanna Mátrai sagte ausweichend, dass das Kabinett alle Möglichkeiten wohlwollend prüfe, man aber in dieser Frage das
Parlament konsultieren müsse, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werden könne.
Der Gesandte Fried kam am Freitag gerade aus Madrid, wo er ebenfalls um die
Aufnahme von den illegal auf dem US-Militärstützpunkt Festgehaltenen bat. Fried will sich auch mit den wichtigsten ungarischen Parteien über die Bitte seines Landes
unterhalten, um eine möglichst breite Unterstützung in Ungarn zu finden. Offizielle könnten die vorgesehenen Personen vorher besuchen und die USA werden auch eine
finanzielle Kompensation für ihre Aufnahme zahlen. "Wir sind jedoch nicht auf dem Basar", fügte der US-Gesandte hinzu.
Die meisten der seit Jahren dort unter finsteren Umständen und dubiosen
Terrorverdächtigungen gehaltenen Menschen, haben weder eine reguläre Rechtsvertretung mit freiem Zugang, noch bisher eine Anklage vor einem
ordentlichen Gericht erhalten. Verschiedene Foltervorwürfe sind mittlerweile sogar durch die US-Administration bestätigt. Eine unabhänige Aufsicht wurde verweigert.
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(c) Pester Lloyd
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