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(c) Pester Lloyd / 26 - 2009 WIRTSCHAFT 22.06.2009
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Realeinkommen sinken dramatisch

Die Realeinkommen der Ungarn sind in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 um rund 2,2 Prozent gesunken. Das sind wahrlich schlechte Nachrichten für Durchschnittsverdiener aber auch für den Binnenkonsum, wenige Tage vor einer Erhöhung der Mehrwertsteuer um 5 Prozentpunkte. Der Rückgang errechnet sich aus den Zahlen, die das Statistische Zentralamt jetzt vorlegte. Demnach sind die Bruttoeinkünfte in den letzten zwölf Monaten von April 2008 bis April 2009 um durchschnittlich 3,5% gestiegen, netto stiegen sie noch um 2,7%.

Rechnet man dann die Teuerung von 3,4% (Apr-Apr), bzw. 3,1% von Jan-Apr mit ein, ergibt sich ein Rückgang des Realeinkommens um 0,7% für 12 Monate und sogar von 2,2% für die ersten vier Monate von 2,2%. Durch den Wegfall der Jahresboni im öffentlichen Sektor, die dort praktisch wie ei 13. Monatsgehalt wirkten, fiel der Rückgang dort mit 7,5% am höchsten aus. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen aller regulär Beschäftigten in Ungarn (auf Vollzeitbasis) beträgt derzeit 200.500 HUF (nach heutigem Kurs EUR 720.-), netto bleiben dem Durchschnittsungarn davon rund 441 EUR übrig.

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